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Akrobatik auf dem Rad: Melanie und Serafina zeigen, was sie im RSV Schleißheim gelernt haben.

Tag der Vereine wird zum Tag der Schweißtropfen

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Oberschleißheim - Lange werden sie noch daran denken, die Oberschleißheimer Vereine. Dass sie und ihr Fest heuer unter einem ganz besonders guten Stern gestanden sind. Den diesjährigen, vierten

„Tag der Vereine“ feierten Veranstalter und Gäste mitten im September bei hochsommerlichen Temperaturen.

Josef Kobold vom Organisationsteam der Vereine hatte nicht zu viel versprochen, als er für den Event in der Sportanlage Jahnstraße warb: „Kommen, schauen, staunen, genießen, inspirieren lassen, mitmachen...“ Im Geiste sieht man ihn da stehen, gut gelaunt und von der Sonne beschienen, neben einem Zirkuszelt, wie er das Publikum zur nächsten Attraktion bittet.

Mit einem Zirkus mögen die Mitglieder des Vereinsstammtisches ihr Fest vielleicht nicht unbedingt verglichen haben wollen. An Attraktionen war auf dem Jahn-Sportfeld gleichwohl nicht weniger geboten. Am Eingang die Herren vom Gewerbeverband, Walter Klar und Wolf-Dieter Waag. Für Kundengespräche ist es viel zu warm, und beide scheinen froh, mit ihrem Stand einen der wenigen schattigen Plätzchen belegt zu haben. So verteilen Verbandsvorsitzender Klar und sein Vorgänger, Schatzmeister Waag, gut gelaunt Luftballons an die Jüngsten.

Weiter geht’s vorbei an der Astir aus den Siebzigern vom „Ikarus“-Luftsportclub zu den Wintersportlern vom Ski Club. Wintersport beim Sommerfest? Nix da, meint Christian. Der Erste Jugendwart vom Club beeilt sich, mit einem weitverbreiteten Irrtum aufzuräumen: Von wegen nur Skifahren. Gerade erst waren sie am Gardasee. Mountainbiken. Bis hinauf zum Tennosee auf 800 Metern haben sie es locker geschafft.

Da kommt Josef Kobold angelaufen; so weit das bei der Hitze möglich ist. Der Mann aus dem Orgateam gehört zum „Ikarus“, fliegt selbst noch ultraleicht, und ein paar Sätze gebe es da schon noch zu sagen: Die alte Astir, meint Kobold, mag zwar nicht mehr ganz taufrisch sein. Dafür habe man damals noch Wert auf Qualität gelegt. „Hervorragende Fertigung, erstklassiger Zustand.“ Ebenfalls zum Orgateam zählt Emil Köbele, der auf dem zentralen Festplatz stehend, den Blick zufrieden über die Jahnanlage schweifen lässt. 30 Vereine und Vereiniungen wie die Pfadfinder vom Stamm „Cebolon“ mischen mit.

Nach einem Jahr der Vorbereitung haben die Organisatoren ordentlich was auf die Beine gestellt. Köbele nickt zufrieden. Ein Schweißtröpfchen perlt auf seiner Stirn. Im Hintegrund schwingt Harald Kirch den Taktstock. Tanzen mag jetzt um die Mittagsstunde aber keiner. Alle sitzen lieber im Schatten, unter der luftigen Plane des Bierzelts. Oberschleißheims Bürgermeister Christian Kuchlbauer prostet in die Runde. Pfarrer Ulrich Kampe grüßt mit erhobener Hand zurück.

Die Pfadfinder vom Stamm „Cebolon“ laden Besucher ein, Blumentöpfe anzumalen. In sich versunken führen zwei Damen und ein junger Mann den Pinsel. Wer mitmacht, erhält zur Belohnung einen Basilikum. Zum Anpflanzen im eigenen Garten. Eine Kunstradshow, Ballett und Beachhandball stehen ebenfalls auf dem Programm. Die „Birkenstoana“, die Volkshochschule mit einem „Zumba“-Tanz und den Bläsern sowie die Gruppe „Fleckerlteppich“ werden erwartet. Später soll sich die Lokalprominenz im aufblasbaren Riesentischkicker beim Promi-Lebendkicker messen. Im Moment fährt die Feuerwehr ihr DLK aus. Die Drehleiter am Korb reicht 30 Meter hoch. Oben im Korb ein paar Gemeinderäte. Kaum ist der Korb wieder unten, drängt sich die nächste Fraktion hinein. Feuerwehrmann Jürgen Bieling schaut dem Schauspiel gelassen zu. Später dürfen Kinder die Leiter hinaufkrabbeln. Nicht ganz nach oben natürlich, beschwichtigt er: auf etwa 20 Meter vielleicht. Bieling freut sich auf die Nummer; denn darauf kommt es heute an: Spaß zu haben und zu verbreiten.

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