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Viele Strafzettel müssen die Kontrolleure auf dem Parkplatz am Bürgerzentrum verteilen.  

Oberschleißheim greift durch

1448 Knöllchen für Falschparker - aber Gemeinde zahlt trotzdem drauf

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Oberschleißheim zahlt drauf - und freut sich. Denn das Minus für die Verkehrsüberwachung zeigt: Die Raser zügeln sich. Ganz anders als Falschparker.

Oberschleißheim – Die Gemeinde Oberschleißheim hat bei der Ahndung von Temposündern und Falschparkern im Jahr 2017 draufgezahlt: Denn die Gemeinde hat für die kommunale Verkehrsüberwachung knapp 39 000 Euro ausgegeben, doch gut 2500 Euro weniger über Bußgelder eingenommen. Womit der Gemeinderat allerdings gut leben kann, denn die Zahlen machen auch deutlich, „dass wir die Bürger anscheinend erzogen haben“, sagte Hauptamtsleiter Christian Graßl bei der Vorstellung der Zahlen im Gemeinderat. Mit dem Minus müsse sich die Gemeinde auch nicht mehr dem Vorwurf vergangener Jahre ausgesetzt sehen, „dass wir die Bürger abzocken“, meinte Graßl.

Die regelmäßigen Kontrollen scheinen vor allem beim fließenden – oder besser rasenden – Verkehr Wirkung zu zeigen. 2017 wurden „nur“ noch 1241 Verstöße registriert, 2016 waren es noch mehr als 2000. Die meisten Tempoüberschreitungen wurden, wie in den Vorjahren, in der Sonnenstraße und an der B 471 registriert. Die negativen Geschwindigkeitsrekorde gab aber an anderer Stelle: In der Tempo-30-Zone in der St-Margarethen-Straße wurde ein Temposünder mit 61 km/h erwischt, am Rathaus betrug die gemessene Höchstgeschwindigkeit im Tempo-50-Bereich 82 km/h.

Beim ruhenden Verkehr, also beim Falschparken, zeigten die 25 Stunden Überwachung pro Monat deutlich weniger abschreckende Wirkung. Hier ist die Zahl der Knöllchen von 832 im Jahr 2016 auf 1448 im vergangenen Jahr gestiegen, die meisten wurden auf dem Parkplatz des Bürgerzentrums ausgestellt. Das Falschparken hält Stefan Vohburger von den Freien Wählern auch nach wie vor für das größere Problem in Oberschleißheim. Er regte deshalb an, die Überwachung auf 35 Stunden pro Monat zu erhöhen. Seinem Antrag stimmte der Gemeinderat fast geschlossen zu, nur Peter Benthues war dagegen: Der CSU-Vertreter wollte mit einer Ausweitung der Kontrollen nicht wieder den Abzocke-Verdacht aufkommen lassen. Schließlich hat Oberschleißheim 2017 erstmals ein Minus bei der kommunalen Verkehrsüberwachung verzeichnet. 2016 war noch ein Plus von 10 500 Euro herausgekommen.  

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