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Prost auf das Werk: Die aktiven Mitglieder des Schleißheimer Werftvereins übergeben den restaurierten Motor dem Deutschen Museum.

Werftverein übergibt restaurierten Motor

Verrosteter Bodenfund glänzt wieder

Lange haben sie getüftelt, jetzt glänzt er wieder: Der Werftverein Schleißheim hat einen restaurierten Junkers Flugmotor JUMO 211 an das Deutsche Museum übergeben.

Das gute Stück lag zusammen mit einem weiteren baugleichen Motor viele Jahre unter der Erde und war naturgemäß in einem sehr schlechten, korridierten Zustand. Die Mitglieder des Werftvereins zerlegten die Bodenfunde und reinigten die beiden Motoren mit Hilfe der Königsbrunner Firma „Pero AG“. 

Anschließend restaurierten sie die noch verwendungsfähigen Teile, Wo dies nicht mehr möglich war, wurden Teile nachgekauft. Mit knapp 35 l Hubraum leistete er 1350 PS. In den Jahren 1937 bis 1944 wurden insgesamt 68.248 Motoren dieses Typs in verschiedenen Versionen hergestellt. Nach 6000 freiwillig geleisteten Arbeitsstunden konnte der Werftverein das Projekt erfolgreich abschließen. Der in der Flugwerft Schleißheim gezeigte JUMO 211 war ursprünglich in einem Heinkel-Flugzeug des Typs He 111 verbaut. Nichts lag deshalb näher, als ihn im Museum thematisch dem Flugzeug CASA 2.111 zuzuordnen, einem spanischen Lizenzbau der He 111. 

In dieser Maschine ist er nun in der Flugwerft Schleißheim als Zeugnis der deutschen luftfahrttechnischen Vergangenheit in seiner neuen Umgebung zu besichtigen. Der zweite Motor wurde zwischenzeitlich vom Deutschen Museum an das Technikmuseum „Hugo Junkers“ in Dessau als Leihgabe weiter gegeben. „Der Werftverein“ wurde gegründet, um die Instandsetzung der historischen Gebäude des Flugplatzes Oberschleißheim und deren Nutzung durch das Deutsche Museum zu erreichen.

Seit erfolgreicher Umsetzung des Zieles im Jahr 1992 unterstützt „Der Werftverein“ das Museum beim Bau oder der Restaurierung von Exponaten. Ein Beispiel dafür ist der bereits in der Ausstellung befindliche Otto-Doppeldecker. Flieger diesen Typs wurden vormals von der Münchner Firma „Flugmaschinenwerke Gustav Otto“ gebaut und bildeten die Erstausstattung für die im Jahr 1912 aufgestellte Königlich-Bayerische Fliegertruppe, die in eben diesen historischen Gebäuden in Oberschleißheim beheimatet war. mm


„Der Werftverein“ freut sich über neue aktive Mitglieder oder Fördermitglieder. Die E-Mail Kontaktanschrift lautet werftverein@gmx.de

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