Fast wie beim Friseur: Leonhard Hartl schert ein Schaf vor staunenden Zuschauern. Foto: förtsch

Schafe sind Umweltschützer - Schäferfest bei Familie Hoyer auf Gut Hochmutting

Oberschleißheim - Dass man Schafe nicht nur essen kann, gerät nach Ansicht der Oberbayerischen Schafhaltervereinigung zunehmend in Vergessenheit.

Die große Produktpalette, die auf das Schaf zurückgeht und der Nutzen, den die Tiere bis heute erfüllen, erlebten mehrere hundert Besucher beim Schäferfest in Hochmutting (Gemeinde Oberschleißheim). Günther Beil (49), Vorsitzender der Schafhaltervereinigung, hätte sich auch nicht gewundert, wenn jemand die aus der ganzen Region nach Hochmutting strömenden Gäste gezählt hätte und auf mehr als 1000 Besucher gekommen wäre. Ihm ist es wichtig, den Menschen klar zu machen, dass Schafe durchaus noch ihren Stellenwert abseits des Mittagsmenüs haben.

Das alle zwei Jahre auf dem Gut der Familie Hoyer ausgerichtete Fest hat einen festen Platz im Schleißheimer Kalender. Das Programm füllte locker den Nachmittag. Angefangen mit einem Schafauftrieb, bot das unter der Schirmherrschaft von Bürgermeisterin Elisabeth Ziegler stehende Fest einen Marktplatz rund ums Schaf mit Veranstaltungen für die ganze Familie, eine Hütevorführung mit Bordercolli, die „Pfaffenhofener Goaßlschnalzer“ und den parallel angebotenen Tag der offenen Tür des Bienenzuchtvereins.

Laut Bürgermeisterin Ziegler übernimmt die Schäferei in der Region „wichtige Aufgaben des Landschafts- und Umweltschutzes“. Noch immer zählt die Schafhaltervereinigung rund 120 Mitglieder, von denen 40 direkt mit Schafen arbeiten. Thomas Hoyer (35), der mit seiner Familie das Gut Hochmutting bewohnt, pflegt mit seinen beiden Herden die Garchinger Heide und die Gegend um den Flughafen. Die Zahl der Schäfer, die mit ihren Herden über Land ziehen, geht jedoch zurück.

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