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"Ochsenrennen" gewinnt Publikumspreis

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Die Jury hat entschieden und drei Arbeiten des „Ottobrunner Filmclubs“ prämiert. (V.l.) Klaus Häusler, Rolf Rachor, Othmar Groß und Yannick Rouault.  Foto: Vanessa Breunig
Die Jury hat entschieden und drei Arbeiten des „Ottobrunner Filmclubs“ prämiert. (V.l.) Klaus Häusler, Rolf Rachor, Othmar Groß und Yannick Rouault. Foto: Vanessa Breunig

Ottobrunn - Ottobrunner Filmclub präsentiert seine Arbeiten

Ottobrunn - Die Mitglieder des Ottobrunner Filmclubs leben ihr Hobby. „Ich habe immer die Kamera dabei“, sagt Vorsitzender Rolf Rachor (75). Die besten zehn Filme sind den Gästen im Wolf-Ferrari-Haus in Ottobrunn gezeigt worden. Das Publikum stimmte ab, welcher Film der Beste ist.

Der erste Platz ging an Rolf Rachor für seinen Film „Ochsenrennen“. Im zwölf minütigen Film berichtet er über das Ochsenrennen in Münsing am Starnberger See. Alle vier Jahre lockt das Spektakel viele Besucher an. Begeistert verfolgen sie, welcher Ochse als erster ins Ziel kommt - wenn sie denn überhaupt die Ziellinie überqueren.

Claus und Claudia Becker bekamen für ihren Film „Varanasi, die heiligste Stadt Indiens“ den zweiten Preis. Der Film „Der Weg nach Jerusalem“ von Othmar Groß erreichte den dritten Platz. Der Sieger sagte bei der Urkundenverleihung: „Es ist natürlich immer ein Unterschied zwischen der Entscheidung einer professionellen Jury und die des Publikums. Denn das Publikum möchte es lustig haben.“ Der „Tonmann“, so wird Klaus Häusler genannt, moderierte den Abend. Zum Ende der Veranstaltung zeigte Yannick Rouault, ein Jungfilmer aus Ottobrunn seinen Kurzfilm „Letzter Zug“. Der angehende Filmstudent begeisterte das Publikum mit seinem Film.

Der Ottobrunner Filmclub hat 38 Mitglieder im Alter von 48 bis 82 Jahren. Die Mitglieder sind alles Männer, „aber die Ehefrauen helfen dann schon auch manchmal mit“, sagt Kassenwart Dieter Meyer. Die Hobbyfilmer treffen sich alle vier Wochen. Bei den Treffen zeigen besprechen sie ihre Filme und geben sich Ratschläge oder es findet ein Technikabend statt. Anfang des Jahres wird ein Thema ausgelost. Dann haben die Männer bis Dezember Zeit, um den Film zu drehen. „Wir machen alles selber: Filmen, schneiden, schreiben und sprechen den Text“, sagt Dieter Meyer. Die Hobbyfilmer stimmen intern ab, welche Filme die Besten sind. Die besten zehn Filme präsentierten sie am Filmeabend den Gästen. Wenn der Film gut ist, dann kann er dem Bundesverband Deutscher Filmamateure (BDFA) gemeldet werden.

Seit drei Jahren ist Rolf Rachor Vorstand des Ottobrunner Filmclubs. Er ist für die Organisation von Ausflügen und für die Pressearbeit verantwortlich. Gründungsmitglied Othmar Groß (75) erzählt wie der Club entstand: „Mitte der 60er Jahre mussten wir unsere Filme zum Entwickeln immer zur Drogerie bringen. Auf Anfrage stellte uns der Drogist einen Raum zur Verfügung. Wir haben dann angefangen, uns regelmäßig zu treffen und so ist der Filmclub entstanden.“ 1972 folgte die Eintragung in das Vereinsregister als „Ottobrunner Filmclub“. 1995 trat der Verein dem Bundesverband Deutscher Filmamateure bei.

Vanessa Breunig

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