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Hier ist noch Platz: Neben dem Maibaum in Ottendichl soll gebaut werden: drei Wohn- und Geschäftshäuser.

Ottendichl: Letzte Chance für mehr Leben im Ort

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Haar  Auf dem letzten unbebauten Grundstück in Ottendichl, direkt an der stark befahrenen Feldkirchener Straße, sollen in Hufeisenform drei große Wohn- und Geschäftsgebäude entstehen. Der Haarer Ortsteil soll damit eine Aufwertung erhalten.

„Das ist die letzte Chance für Ottendichl, dass rund um den Maibaum wieder Infrastruktur mit Geschäften entstehen kann“, sagte Architekt Christian Weigl von den Städteplanern „Goergens und Miklautz“. „Mit dieser neuen Planung bin ich wirklich ganz happy“, sagte auch der Haaer Gemeinderat Ton van Lier (FW), der in dem Haarer Ortsteil Ottendichl wohnt. Schon mehrfach hätten die Grundstücksbesitzer, sagte Bürgermeisterin Gabriele Müller (SPD), bei der Gemeinde mit den Konzepten für das Gelände östlich der Feldkirchener Straße, zwischen Weißenfelder- und Vaterstettener Straße, angefragt. „Das hat uns alles nicht gefallen, vor allem haben die die Gemeindegrenze, die dort recht eng ist, nicht respektiert. Mit dem neuen Konzept sieht das schon ganz anders aus.“, Diese neue Planung stellte Architekt Christian Weigl im Bauausschuss vor. Demnach sollen auf dem Gelände drei Gebäude entstehen. Ein quadratisches, pavillionartiges Kopfgebäude direkt an der Feldkirchener Straße, ein querriegelartiges Wohn- und Geschäftsgebäude in L-Form und ein rückwärtig liegendes, riegelartiges Wohngebäude. „Ottendichl hat leider keinerlei Infrastruktur mehr, dabei wäre es aus unserer Sicht gar nicht so klein, dass sich da kein Bäcker, Metzger oder Kaufmann halten könnte“, sagte Weigl. Die geplanten Gewerbeflächen im Erdgeschoss sollen das Wohnen nicht stören, aber den neuen Platz beleben. Geplant ist, das gesamte Grundstück nur über eine gemeinsame Zufahrt zu erschließen. Eine Spiel- und Gemeinschaftsfläche für die Wohnnutzung soll im nordöstlichen Grundstücksteil, im Anschluss an eine Parkplatzfläche, errichtet werden. Alexander Zill (SPD) kann sich eine Bebauung in Ottendichl in dieser Form vorstellen. Ton van Lier wies darauf hin, dass es mit Maibaum, Kirche und Biergarten drei Zentren im Ort gebe. „Mit dieser Planung ist eine offene Dorfmitte möglich. Allerdings bin ich schon ein bisschen skeptisch, ob es wirklich so viel Interesse an den Läden gibt – schön wäre das.“ Ähnlich sieht es Dietrich Keymer (CSU): „Die Erfahrungen zeigen doch leider, dass es eben kaum Nachfrage nach den kleinen Gewerbe- und Handelsstandorten gibt. Wir begrüßen aber, dass in Ottendichl neuer Wohnraum entsteht.“ Auch Werner Kozlik (Grüne) kann sich kaum vorstellen, dass an der stark befahrenen Straße tatsächlich ein Einzelhändler einziehen will. „Höchstens ein Backshop einer großen Kette.“ Architekt Weigl plädierte an die Ausschussmitglieder, dem Konzept zu folgen: „Wir müssen es doch wenigstens versuchen und auch positive Anreize schaffen. Wenn wir es hier nicht schaffen, dass sich ein Laden einquartiert, dann war’s das für Ottendichl – denn andere freie Grundstücke gibt es nicht mehr. Gerade die stark frequentierte Feldkirchener Straße sehe ich als große Chance für den Einzelhandel.“

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