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Kunstverein Ottobrunn

Kühe können auch anders

Dass eine Kuh mehr als nur Lila aussieht, beweist derzeit der Kunstverein Ottobrunn. 19 Künstler zeigen in einer Sonderausstellung, wozu Rindvieh und Co. inspirieren. Noch bis 6. Februar geht es im Treffpunkt Kunst „Ku(h)rios“ zu – so der Titel der sehenswerten Schau.

Die Künstler, allesamt Mitglieder des Vereins, nutzen jeden Zentimeter, zeigen Skulpturen und Malerei. „In unregelmäßigen Abständen machen wir unser Logo zum Thema, und das ist nun mal das Rindvieh“, sagte die Vereinsvorsitzende Doris Laves-Wegat bei der Eröffnung der Ausstellung. Das Rind sei die Symbolfigur des Evangelisten Lukas, und der sei auch Schutzpatron der Künstler. Als Gastausstellerin hieß sie Ursula Schall willkommen. Mit drei Werken ist die Sauerlacherin vertreten. Dabei auch die Arbeiten „Muttermilch“ mit durstigem Kälbchen und „Schneekühe“. Ihr Können gibt Ursula Schall als Dozentin an der Volkshochschule Sauerlach weiter, begeistert dort insbesondere Kinder für die Malerei. Schall ist Mitglied des Sauerlacher Künstlerkreises und des Helferkreises Asyl. Das nächste Projekt? „Ich habe momentan so viele neue Ideen“, sagte die 56-Jährige und lachte. Eine davon stammt aus dem Kindermusical „Die Kuh, die wollt ins Kino gehen“. Nicht entgehen lassen sollten sich Besucher auch die Arbeiten von Quint Buchholz. Der Maler, Illustrator und Autor arbeitet seit Jahrzehnten erfolgreich für verschiedene Verlage und hat mehr als 40 Bücher illustriert. Mitgebracht hat er nach Ottobrunn unter anderen sein „Mann und Kalb“. Ein anderes eroberte ebenfalls ein Herz im Sturm: „Die Kuh mit dem grünen Salat ist hier mein absoluter Liebling“, sagte Ursula Schall nach ihrem Rundgang. Doris Laves-Wegat ist stolz auf die Präsentation. Zu Recht, die Ausstellung ist „kuhl“ und krönt ihr jahrzehntelanges Schaffen. Auf der Hauptversammlung am 4. Februar tritt sie nach 20 Jahren zurück (wir berichteten), es ist ihre letzte Ausstellung. Wer das Amt übernimmt, ist derzeit ein heißes Eisen. Renate Schwarze aus dem Vorstand, bislang als Nachfolgerin gehandelt, hat laut Laves-Wegat abgesagt. Ein ganz persönliches Werk widmet der Künstler Uwe Johannsen der scheidenden Vorsitzenden. Der 80-jährige Künstler und Psychoanalytiker lebt seit mehr als fünf Jahrzehnt in Ottobrunn, ist gebürtiger Berliner mit herzlichem Charme. Seine Arbeit nennt er „Doris goes East“. Des Rätsels Lösung liefert Laves-Wegat gleich selbst: „Im März werde ich nach Halle an der Saale ziehen.“ Der Ort kommt nicht von ungefähr, denn dort wohnt Julia Wegat, ihre älteste Tochter. Was wünscht die Noch-Vorsitzende ihrem Verein? „Dass das hohe künstlerische Niveau weiterhin erhalten bleibt.“

Die Ausstellung „Ku(h)rios“ ist bis zum 6. Februar im Treffpunkt Kunst, Rathausstraße 5, zu sehen. Öffnungszeiten: mittwochs bis freitags von 15 Uhr bis 18 Uhr, samstags von 10 Uhr bis 13 Uhr.

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