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Problemstraße: An der Robert-Koch-Straße läuft das Wasser schlecht ab. Teilweise wurden schon Sinkgruben und -kästen eingebaut, weitere folgen heuer.

Ottobrunn investiert in die Infrastruktur

721 000 Euro für die Straßen

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Die Sanierung etlicher Straßen ist in Ottobrunn für heuer geplant. Vor allem ein „leidiges Thema“ soll dabei ein für alle Mal gekklärt werden. Im Osten der Kommune wird dagegen nur das Nötigste gemacht

Ottobrunn – Die Robert-Koch-Straße ist „ein leidiges Thema“. Nicht nur für Rainer Seidl vom Ingenieurbüro Seidl, sondern auch für die Freiwillige Feuerwehr Ottobrunn. Mehrfach mussten die Retter bereits ausrücken, um dort Wasser abzupumpen. Um dieses von der Straße zu bekommen, erhielt sie 2016 in Teilen Sinkkästen und -gruben, berichtete er im Bauausschuss. Seidl begleitet mit dem Ingenieurbüro Fernkorn und Partner die Gemeinde beim Projekt Straßensanierung. Heuer sollen die Arbeiten fortgeführt werden, damit die Robert-Koch-Straße nicht mehr unter Wasser steht. Kosten: 60 000 Euro.

Dies ist nur eine von vielen Maßnahmen, die Seidl vorstellte. Es gab einen Überblick der heuer geplanten Straßensanierungen sowie der Arbeiten, die 2016 erledigt wurden. Die Gemeinde investiert seit mehreren Jahren viel Geld in ihre Straßen. Heuer sollen es 721 000 Euro werden – plus 150 000 Euro für moderne Beleuchtung. Ursprünglich waren für neue Leuchten 100 000 Euro im Haushalt 2017 vorgesehen. Diese Summe hatte der Hauptausschuss bei den Beratungen um 50 000 Euro anheben lassen.

Viel Geld verschlingen die Baustellen, die in diesem Jahr an der Uhlandstraße (125 000 Euro für Gehwegsanierung) und an der Almenrauschstraße (100 000 Euro für Gehweg- und Fahrbahndecken-Sanierung) entstehen.

Zudem bekommen zahlreiche Gehwege, die die Energieversorgung Ottobrunn (EVO) aufreißt, um neue Kabel zu verlegen, neue Platten. Dies ist unter anderem an der Meisen-, Eiben-, Almenrausch- und Mozartstraße vorgesehen. Für die Wiederherstellung der Gehwege mit Asphalt muss die EVO aufkommen. Doch die Mehrkosten für sogenannte „Münchner Platten“ zahlt die Kommune. Insgesamt sind dafür 100 000 Euro eingeplant.

Im Osten Ottobrunns allerdings wird nur das Nötigste in die Straßen investiert. Das stellte Bürgermeister Thomas Loderer (CSU) gleich klar. Denn die EVO will dort über kurz oder lang das Wassernetz der Stadtwerke München übernehmen. Loderer sprach diesbezüglich von einem Zeitraum von fünf Jahren. Er geht davon aus, dass viele Leitungen im Gebiet der Stadtwerke stark sanierungebedürftig sind. Wenn nun erst in die Straßen und nach der Übernahme in die Wasserleitungen investiert werden muss, „reißen wir die Straßen zweimal auf“. Darum will die Gemeinde abwarten und dann Straßen und Wassernetz im Osten zeitgleich modernisieren. 

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