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Hier kracht’s immer wieder: Als die Ampel an der Kreuzung Haidgraben/Unterhachinger Straße in der vergangenen Woche ausfiel, kollidierten drei Autos.  

 Kreuzung in Ottobrunn

„Ameisen-Ampel“ erneut ausgefallen: Hier kracht‘s immer wieder

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Immer wieder mittwochs: Letzte Woche hat‘s an der Kreuzung in Ottobrunn gekracht, diese Woche schon wieder. Die Polizei kann sich das nicht erklären.

Ottobrunn – Die Kreuzung Haidgraben/Unterhachinger Straße in Ottobrunn wird zunehmend zum Problem. Genauer gesagt die Ampelanlage dort. Die ist nämlich in jüngster Zeit mehrfach ausgefallen. Mit erheblichen Folgen: „Wenn die Ampel nicht funktioniert, kann man darauf warten, bis es kracht“, sagt Karl Werner von der Ottobrunner Polizeiinspektion.

Erst am Mittwochmorgen gab es an der Kreuzung nahe des Isar-Centers einen technischen Defekt. Wie ein Mitarbeiter der zuständigen Straßenmeisterei Riem mitteilt, sei ein Rotlicht kaputt gegangen. Prompt stießen zwei Autos zusammen. Ein VW-Fahrer (41) aus Ottobrunn hatte einem 40-jährigen BMW-Fahrer aus Hohenbrunn die Vorfahrt genommen. Verletzt wurde laut Polizei niemand, der Sachschaden beläuft sich auf 10 000 Euro.

Schon in der vergangenen Woche war die Anlage ausgefallen. Wie berichtet, hatten Ameisen einen Kurzschluss ausgelöst. Auch da musste die Polizei anrücken. Die Bilanz: ein Unfall mit zwei verletzten Personen, drei beteiligten Fahrzeugen, darunter ein Oldtimer, und ein Sachschaden von mehreren Zehntausend Euro.

Unfallopfer äußert sich

Einer der Unfallbeteiligten, ein 40 Jahre alter Unterhachinger, der seinen Namen aber nicht in der Zeitung lesen möchte, kommt regelmäßig an der Kreuzung vorbei, seitdem er in Ottobrunn arbeitet. Eine BMW-Fahrerin hatte ihm am Mittwochmorgen vergangener Woche an der Kreuzung die Vorfahrt genommen und war mit seinem Opel zusammengestoßen. Sein Auto wurden daraufhin gegen einen alten Mercedes geschleudert. Zwar erlitt der Unterhachinger mit Prellungen im Rücken- und Brustbereich sowie Hautabschürfungen lediglich leichtere Verletzungen, aufgrund einer Vorerkrankung musste er dennoch ins Krankenhaus, war für drei Tage krank geschrieben. „Dass ist natürlich nicht gerade günstig, weil ich momentan noch in Probezeit bin“, sagt er. Außerdem sei ein Verkehrsunfall immer unangenehm. „Das kostet Zeit, Geld und Nerven.“ Momentan hat der 40-Jährige einen Leihwagen.

Mulmiges Gefühl bleibt

Die Kreuzung passiert er seit dem Unfall mit einem mulmigen Gefühl. Auch weil die Ampelanlage, wie er behauptet, immer wieder mal nicht funktioniert. „Da macht man sich natürlich jedes Mal Gedanken, dass einem erneut jemand reinfahren könnte.“ Auch am Mittwoch hat er den Ampel-Ausfall bemerkt – und gleich die Polizei verständigt. Er bittet die Verantwortlichen, dafür zu sorgen, dass die Lichtzeichenanlage so instandgesetzt wird, dass sie dauerhaft funktioniert.

Verantwortlich für die Ampelanlage, die an einer Kreisstraße liegt, ist das Staatliche Bauamt Freising. Der zuständigen Mitarbeiterin Jessica Swoboda ist bisher nicht bekannt, dass die Ampelanlage häufig ausfällt. Auch in der Gemeinde Ottobrunn hat man noch keine Beschwerden von Bürgern vernommen, wie Ordnungsamt-Mitarbeiter Thomas Nieder betont.

Ob die Ampelanlage wirklich so störanfallig ist, kann auch die Ottobrunner Polizei nicht sagen. Fest steht aber, dass es bei einem Ausfall relativ häufig scheppert. Zwar würden in der Gemeinde auch an anderen Kreuzungen immer mal wieder Ampeln ausfallen, sagt Verkehrssachbearbeiter Karl. „Dort kommen die Verkehrsteilnehmer aber besser mit der Situation zurecht.“ Denn im Vergleich zu anderen Stellen gebe es an der Kreuzung Haidgraben/Unterhachinger Straße deutlich mehr Unfälle. Warum das so ist, ist Karl ein Rätsel. „Die Kreuzung an der Unterhachinger Straße ist genauso übersichtlich und ausgeschildert wie anderswo.“  

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