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Grüner Campus: Im Rechteck werden die Komplexe für Arbeit und Wohnraum angeordnet.

Hcohtechnologie-Unternehmen verfünfacht in Ottobrunn Mitarbeiterzahl

Astyx baut 70-Millionen-Campus

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Ottobrunn - Zwei Konzern-Gebäude und 112 Wohnungen für  70 Millionen Euro: Der Technologie-Konzern Astyx baut auf dem Ludwig-Bölkow-Campus ab Februar 2017 einen Campus. Die Zahl der Mitarbeiter wächst von 50 auf 250.

Rund 50 Experten entwickeln, produzieren und vermarkten auf 220 Quadratmetern Sensoren für Fahrassistenz-Systeme in Autos und Hubschraubern, für schnelle Internetkommunikation und digitales Fernsehen auf dem Ludwig-Bölkow-Campus in Ottobrunn/Taufkirchen. Und zwar für Astyx. 1997 entstand das Unternehmen aus der Daimler Benz Aerospace AG (heute Airbus Defence and Space). 

Nun hat Astyx einen großen Deal mit BMW abgeschlossen, übernimmt für den bayerischen Autobauer eine Serienproduktion – und wächst rasant von 50 auf 250 Mitarbeiter. Aber „wenn man gute Leute in und um München generieren und halten will, braucht man Wohnraum“, sagt Architekt Laurent Brückner vom gleichnamigen Büro in München. 

Darum baut der Konzern auf einer 22 000 Quadratmeter großen Fläche des Technologie- und Innovationsparks (TIP) auf Ottobrunner Flur des Ludwig-Bölkow-Campus’ nicht nur zwei große Gebäude für die Forschung, Fertigung und Verwaltung, sondern zusätzlich auch 112 Mitarbeiter-Wohnungen. Einen „kleinen Campus im Campus“, wie Ottobrunns Bürgermeister Thomas Loderer (CSU) das 70-Millionen-Euro-Projekt bei der Präsentation gestern nannte, das ab Februar 2017 entsteht und Mitte 2018 bezugsfertig sein soll. 

Doch es sind keine klassischen Werkswohnungen. Astyx-Chef Trummer will „etwas Besonders bauen, das schön wird“. Und dementsprechend kostet. Die 112 Wohnungen, 100 davon zum Verkauf geplant, mit Flächen zwischen 40 und 215 Quadratmetern versprechen luxuriöses Wohnen für 5500 bis 7500 Euro Kaufpreis pro Quadratmeter. 

Modern und auf höchstem Niveau sind die Wohnungen ausgestattet.

Doch es seien nun mal führende Köpfe unter den Ingenieuren, „die sich dort wohlfühlen sollen“, betonte Astyx-Geschäftsführer Günther Trummer. Und sie „wünschen sich, Eigentum zu erwerben“. Das Konzept des neuen Campus’ ist angelehnt an den Bauherrn, wie Architekt Brückner betonte. Umfassende Glasfronten, großzügige Balkone oder Dachterrassen sowie eine offene Gestaltungen stehen für den Himmel, den Astyx mit „Astro“ in seinem Namen trägt. „Styx“, der Fluss der Unterwelt, finde sich in den durchgehenden Wegen wieder, die durch und um den Campus führen. 

Der wird übrigens autofrei. Die Fahrzeuge werden in zwei Tiefgarage unter dem Komplex versteckt – und bekommen dort jeweils eine eigene Tankstelle für E-Autos, bei der der Fahrer einstellen kann, wann sein Pkw vollgetankt sein soll. 

Die Gestaltung des Komplexes – bei der der Konzern auf hohen Anspruch setzt und dafür Geld ausgibt – sowie die Verbindung von Wohnen und Arbeiten „hat die Gemeinde begeistert“, sagte Bürgermeister Loderer. Deswegen gab es vom Gemeinderat grünes Licht für diese Nutzung auf dem TIP, das als Sondergebiet Hochtechnologie ausgewiesen ist. 

Hinzu kommen dort weitere Zuckerl: ein Spielplatz und eine Kindertagesstätte für 24 Mädchen und Buben. Und zwar nicht nur für den Nachwuchs von Astyx-Mitarbeitern. Damit die Betreuung rund läuft, erhält die Gemeinde für sechs Wohnungen ein Belegungsrecht, um den Erziehern der Kita bezahlbaren Wohnraum (8,50 Euro/²) bieten zu können. Denn schön wohnen möchten nicht nur die Ingenieure.

Janine Tokarski

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