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In diesen "Feel-Home"-Häusern sollen Flüchtlinge in Ottobrunn eine Bleibe finden.

Geplante Siedlung in Ottobrunn

Asylunterkunft: Landratsamt akzeptiert alle Forderungen

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Ottobrunn – Mehr Schulungsräume, mehr Transparenz und im Notfall der Rauswurf: Das Landratsamt akzeptiert alle Forderungen der Gemeinde für die geplante Unterkunft am Kathi-Weidner-Weg. 

Die Verwaltung hatte mit großem Andrang gerechnet. Den gibt es meistens, wenn auf der Tagesordnung des Ottobrunner Gemeinderats die geplante Siedlung für Asylsuchende am Kathi-Weidner-Weg steht. Doch in der Sitzung des Hauptausschusses blieb der Festsaal im Wolf-Ferrari-Haus leer. Gerade einmal 14 Zuhörer waren gekommen. 

Die Grundsatz-Entscheidung für das Projekt für maximal 320 Flüchtlinge ist getroffen. Nun geht’s um Details. Die sind zwar für die Bürger – vor allem die Anwohner, die sich vehement gegen eine Unterkunft in dieser Größe gewehrt hatten – von großer Bedeutung. Doch das Interesse hat nachgelassen, der laute Protest ist – zumindest vorerst – verstummt. 

Dabei hätten die besorgten Anwohner bei der Sitzung durchaus positive Neuigkeiten erfahren. Das Landratsamt akzeptiert alle Punkte, die die Kommune zur Bedingung gemacht hat, um der Behörde das Gemeinde-eigene Areal auf dem ehemaligen Militärflughafen am Kathi-Weidner-Weg für die Dauer von zehn Jahren zu vermieten: 

zwei Sicherheitsbeauftragte, die rund um die Uhr in der Unterkunft sind; eine regelmäßige Müllentsorgung, zusätzliche Räume für Schulungen und Unterricht; die Belegung mit „vorwiegend Familien, soweit möglich“; ein turnusmäßiger Bericht über die „soziologische Zusammensetzung“ der Bewohner der Siedlung und das Versprechen, „bei schwerem und nachhaltigem Fehlverhalten einzelner Bewohner“ diese „nach Möglichkeit“ zu verlegen. 

All diesen Forderungen stimmte das Landratsamt in einer schriftlichen Stellungnahme an die Gemeinde zu. Ein Ergebnis „sehr, sehr langer und intensiver Gespräche“, die Ottobrunns Gemeindevertreter bis zuletzt mit der Behörde geführt hatten, betonte Bürgermeister Thomas Loderer (CSU). 

Ein Resultat, das nahezu alle Fraktionen als „doch sehr gute Lösung“ empfanden, wie Ariane Wißmeier-Unverricht (SPD) sagte. Auch wenn sie und weitere Gemeinderäte sich gewünscht hätten, dass beim Betreuungsschlüssel, der für jeweils 100 Flüchtlinge einen Sozialbetreuer vorsieht, auch anerkannte Asylbewerber eingerechnet werden. Diese werden zwar, soweit nötig, weiterhin betreut, auf den Schlüssel angerechnet werden sie aber nicht. Doch der Gemeinderat hatte beschlossen, mit den Mieteinnahmen für das Areal am Kathi-Weidner-Weg eine weitere Stelle im Rathaus zur Betreuung der Asylbewerber zu schaffen.

Janine Tokarski

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