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Bald Teil der „Ottobrunner Identität“: Bis zu 5000 neue Arbeitsplätze erwartet

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Von: Marc Schreib

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Der Masterplan des ausgewählten Architekturbüros sieht eine ehrgeizige Anordnung der Gebäude an einer Diagonalen vor.
Der Masterplan des ausgewählten Architekturbüros sieht eine ehrgeizige Anordnung der Gebäude an einer Diagonalen vor. © Grafik: Henn Architekten / Ramboll Studio Dreiseitl

Die neue Strukturierung des Finsinger Feldes in Ottobrunn wird ein neues Kapitel in der Geschichte dieses Gewerbegebietes einleiten. Es könnten 5000 zusätzliche Arbeitsplätze entstehen.

Ottobrunn – Das Finsinger Feld liegt in großen Teilen versteckt hinter der Böschung der Ottobrunner Umgehungsstraße. Dabei wird hier ein Teil des Gewerbegebiets im Westen mit einer Größe von rund 19 Hektar in den nächsten Jahren ein neues Gesicht erhalten. Mit einem hochwertigen campusartigen Aussehen soll ein weiteres Aushängeschild Ottobrunns entstehen, neben Airbus, Bavaria One und Co.

Auch eine Fuß- und Fahrradbrücke über die Straße soll die Verknüpfung zum Haidgraben und damit auch zum Wohngebiet stärken. Bis zu 5000 Arbeitsplätze könnten entstehen.

Der Ottobrunner Planungsausschuss fasste jetzt einstimmig den Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan, auch der Flächennutzungsplan muss geändert werden. Bürgermeister Thomas Loderer (CSU) resümierte: „Die Gemeinde Ottobrunn hat die einmalige Chance, zusammen mit einem Investor ein Leuchtturmprojekt zu realisieren, das unter den Aspekten Städtebau, klimafreundliches und nachhaltiges Bauen sowie verkehrsträgerübergreifende Mobilität wegweisend für den Süden der Metropolregion München sein kann.“

Verkauf von Grundstücksflächen

Die Neuordnung des Geländes ist möglich geworden, weil die Firma TE Connectivity Grundstücksflächen an die GIEAG Immobilien Aktiengesellschaft aus München verkauft. Mit dem Projekt entwickelt die Aktiengesellschaft einen mehr als 85 000 Quadratmeter großen Büro- und Technologiecampus durch Nachverdichtung des bestehenden Gewerbeareals. Die Planung sieht einen Zeitraum über alle Bauabschnitte von mindestens zehn Jahren vor.

Auch die Gemeinde möchte die Chance wahrnehmen, das Gewerbegebiet neu zu strukturieren. Die Immobiliengesellschaft ließ daher in Abstimmung mit der Gemeinde einen städtebaulichen Masterplan erstellen. Der weiterentwickelte Siegerentwurf soll mit dem Bebauungsplan gesichert werden.

An den Landschaftspark angebunden

Er sieht wie folgt aus: Entlang einer „Diagonalen“, die das Planungsgebiet öffnet und das Gemeindegebiet an den Landschaftspark anbindet, stecken Hochpunkte ein eigenständiges Quartier ab, das über die Gemeindegrenzen als Landmarke erkennbar sein soll. Entlang eines diagonal angelegten „Boulevards“ werden die Bestandsgebäude mit neu geplanten Baufeldern und Gebäuden gruppiert. Als Leitidee ist die Schaffung eines Campus mit einer Mischung aus unterschiedlichen gewerblichen Nutzungen, der Angebote für Kommunikation, Gastronomie, Bildung, Kultur und Sport sowie Dienstleistungen ein attraktives Arbeitsumfeld bieten soll.

Auch eine Fuß- und Radbrücke kommt

Die geplante Diagonale selbst soll im Wesentlichen dem Fuß- und Radverkehr sowie dem Busverkehr dienen. Dabei soll der interne als auch der übergeordnete Fuß- und Radverkehr vom Ottobrunner Gemeindegebiet zum Landschaftspark vorrangig hier stattfinden. Diese Verknüpfung bekommt durch die neue Fuß- und Radwegbrücke über die Staatsstraße eine weitere Säule. Ergänzt wird dieses Verbindungsstück durch eine Erschließung für den Kfz-Verkehr, die über die Straße Finsinger Feld an die Staatsstraße 2078 angebunden wird.

Reduzierung des Verkehrs

Um den Verkehr innerhalb des Quartiers zu reduzieren, soll ein großer Teil der Mitarbeiterstellplätze in zwei Gemeinschaftsparkhäusern unmittelbar an der Straße Finsinger Feld unterkommen. In diesen Parkhäusern sollen zur Verkehrsreduzierung auch Einrichtungen wie eine Paketannahmezentrale untergebracht werden.

Die Pläne zur Infrastruktur, zum Aussehen und zur Nutzung dieses Geländes treffen auf viel Zustimmung. Bürgermeister Thomas Loderer malt die Zukunft des Finsinger Feldes in glühenden Farben: „Dank der lebensfreundlichen Architektur sowie der attraktiven Arbeits- und Freizeitmöglichkeiten soll der neue Campus ,Finsinger Feld‘ von der Bevölkerung einmal ganz selbstverständlich als positiv prägender Teil Ottobrunns wahr- und angenommen werden, also Teil der Ottobrunner Identität werden.“

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