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Die Truderinger Band "Basement 24" mit (v.l.) Markus, Simon, Felix und Markus sind super zufrieden.

Casting für „X-Factor“

Gesucht: TV-taugliche Musiker

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Die Talentshow „X-Factor“ sucht Gesangstalente - und zwar in Ottobrunn. Es lief nicht für alle rund.

Ottobrunn – Streng abgeschirmt vor neugierigen Blicken veranstaltete der Bezahlsender Sky im Wolf-Ferrari-Haus in Ottobrunn eines von 28 Castings für seine Talentshow „X-Factor“, die ab 27. August aufgezeichnet und im Oktober ausgestrahlt wird. Der Sieger wird im großen Finale am 19. Oktober gekürt. Und genau das ist das Ziel der jungen Musiker, die sich in Ottobrunn mit Rap, Rock’n’Roll, Schlager und Pop um einen Platz in der Show bewarben.

Von 2010 bis 2012 lief die Sendung auf Vox, die 2004 in Großbritannien erfunden wurde; ähnlich wie Dieter Bohlens „Deutschland sucht den Superstar“. Sechs Jahre nach dem Aus kehrt „X Factor“ nun bei Sky auf den Bildschirm zurück. Seit dem 3. April sucht der Sender in Deutschland, Österreich und der Schweiz junge, talentierte Sänger – Solisten, Duos und Bands.

Sido in der Jury

In Ottobrunn lief am Freitag und Samstag das 21. von insgesamt 28 Castings in 26 Städten. Wer genommen wird, muss vor Promis bestehen. In der Jury, die in den 15 Shows bis zum Finale über das Schicksal der Sänger entscheidet, sitzen Rapper Sido, „Jennifer Rostock“-Frontfrau Jennifer Weist, Thomas Anders (Ex-Partner von Dieter Bohlen bei Modern Talking) und Singer-Songwriter Ignacio „Iggy“ Uriarte alias „Lions Head“. Die Juroren, die wie bei der Prosiebensat.1-Talentshow „The Voice“ die Sänger trainieren, und für ihren Favoriten kämpfen, bekamen die Musiker in Ottobrunn allerdings nicht zu sehen. Nur Mitarbeiter von Sky und der produzierenden Firma UFA Show & Factual. Offizielle Zahlen, wie viele Kandidaten sich im Wolf-Ferrari-Haus vorstellten, werden nicht bekannt gegeben.

Mit ihrem Rap-Song kamen (v.l.) Daniel aus Feldkirchen, Marco, Windy und Dorsen aus Bregenz nicht an.

Vermutlich auch, weil deren Zahl an beiden Tagen sehr überschaubar war. Lange Schlangen an Kandidaten, wie bei DSDS üblich, gab es nicht, die Wartezeiten waren relativ kurz. „Drei Stunden hergefahren, eine Stunde gewartet, und nach zwei Minuten war alles vorbei“, sagt Daniel (20). Er rappte mit seinen Freunden Dorsen (19), Marco (24) und Windy (27) aus Bregenz einen eigenen Song. Daniel wohnt seit einiger Zeit in Feldkirchen, seine drei Freunde animierte er, vom Bodensee zum Casting nach Ottobrunn zu kommen. „Die Juroren meinten, die anderen Sänger seien besser als wir“, erzählt Daniel nach dem Auftritt. „Also fahren wir jetzt nach München zum Feiern.“

Zu aufgeregt beim Vorsingen

Rick (23) kam aus Feldkirchen-Westerham und präsentierte den Song „Ich will nur, dass du weißt“ von der Band SDP. „Das ist mein absolutes Lieblingslied, und ich finde, dass ich das echt gut kann.“, sagt er selbstbewusst. „Aber ich war zu aufgeregt und habe mich verhaspelt. Da war es schnell aus“, bedauert Rick. Auch seine beiden Begleiterinnen Saskia (19) und Vanessa (22) konnten einen Platz in der Show nicht retten. Enttäuscht zogen die drei davon.

Besser lief es für Cruz-Prinz (26) aus Kempten und Codax (21) aus Augsburg. „Wir haben uns vorher nicht gekannt, erst hier zufällig getroffen. Eigentlich wollte jeder alleine auftreten, jetzt haben wir gemeinsam einen coolen Song gerappt – und es hat super gepasst“, sagt Codax strahlend. Ebenso glücklich waren die vier Burschen von „Basement 24“ aus Trudering, die seit 2013 zusammen Musik machen und elf eigene Songs sowie eine große Bandbreite an Cover-Titeln spielen. Felix (20), Simon (20) und die beiden Markus (beide 21) sind Routiniers. „Wir sind eigentlich schon castingerfahren, doch bei einer TV-Show hatten wir uns noch nicht beworben“, erzählt Markus. 

Eine halbe Stunde haben sie gewartet, dann eine weitere halbe Stunde für den Auftritt samt Auf- und Abbau der Instrumente. „Die wollen hier eine große Breite an verschiedenen Stilen und Genres haben, daher dürfen auch Bands mitmachen. Es lief echt gut“, berichtet Felix. Offiziell dürfen sie nicht sagen, ob sie zur nächsten Runde eingeladen wurden. Aber die strahlenden Blicke sprachen Bände.

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