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Weiter unter freiem Himmel: Eislaufen und Eishockey spielen in Ottobrunn.

Zu teuer: Ausschuss gibt Projekt auf

Dach fürs Eisstadion begraben

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Ottobrunn - Ausgeträumt: Der Bauausschuss hat weitere Maßnahmen zur Überdachung des Eisstadions abgelehnt. Das Projekt ist zu teuer.

Es gab viele Diskussionen, viele Gespräche, Vor-Ort-Termine, Zeichnungen und Zahlen. Im Fokus: immer die Kosten. Erst hat der Gemeinderat Ottobrunn bei den Haushaltsberatungen für 2015 gekürzt und gestrichen, wo es ging, „um Geld für das Dach des Eisstadions freizuschaufeln“. Daran erinnerte Sabine Athen (SPD) in der Sitzung des Bauausschusses am Montagabend. Darum findet sie das Ergebnis der aktuellen Kostenprognosen auch „sehr schade. Aber letztlich ist es mir das Geld nicht wert“. 

Nicht nur ihr: Mit 12:2 Stimmen (gegen Axel Keller (FDP) und Erika Aulenbach (BVO)) votierte das Gremium dafür, „die Maßnahme Überdachung des Eisstadions nicht mehr weiterzuverfolgen“. Und begrub damit das ehrgeizige, zeitintensive und so sehnlich gewünschte Projekt, mit dem sich vor allem der Eis- und Rollsport-Club Ottobrunn (ERSCO), aber auch die Verwaltung seit mehr als zwei Jahren beschäftigt. 

Natürlich könnte der Gemeinderat dieses Votum in seiner Sitzung am 27. Januar noch kippen, wahrscheinlich ist dies aber nicht. Denn, das hatte der Gemeinderat stets klar gemacht, bei 500 000 Euro ist Schluss. Mehr Kosten will er für ein Dach nicht ausgeben. Es wurde wieder gerechnet, gekürzt, gestrichen. Doch die Summe war nicht haltbar. Nach einer ersten Schätzung von 1,45 Millionen Euro speckte das von der Gemeinde beauftragte Planungsbüro Zarecky das Projekt ab: weniger überdachte Fläche, eine kürzere Spannweite, sparen beim Rohbau. Es blieben am Ende knapp 1,14 Millionen Euro. 

Immer noch deutlich zu viel, wusste auch der ERSCO und beauftragte einen weiteren Planer. Architekt Hans Huber stellte nun, ebenso wie Peter Zarecky, dem Ausschuss seine Kostenrechnung erneut vor. Ihre Ansätze gehen weit auseinander; 1,14 Millionen Euro (Zarecky) versus knapp 706 000 Euro (Huber). 

Doch de facto bleibt: Trotz allen Streichens bleibt auch Hubers Kalkulation deutlich über den Vorstellungen des Gemeinderats. „Wir sind weit weg von dem, was wir mal geplant hatten“, fasste Bürgermeister Thomas Loderer (CSU) zusammen. Und über dem, „was wir uns leisten können“, fügte Reinhard Pohl (BVO) an. Der Ausschuss legte das Projekt ad acta.

Janine Tokarski

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