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Schöner soll der Friedrich-Ebert-Platz werden.

Debatte über Frischzellenkur für Friedrich-Ebert-Platz

Gesucht: Platz für Bushaltestelle

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Ottobrunn – Eigentlich geht's um den richtigen Platz für die Bushaltestelle. Doch die Debatte brachte ein ganz anderes Projekt auf den Plan.

Um für  den Bushalt den besten Platz zu finden, rückt nun der gesamte Friedrich-Ebert Platz in den Fokus. Wie der von „null Aufenthaltsqualität“ (Bürgermeister Thomas Loderer, CSU) zu einem attraktiven Treffpunkt werden kann, beschäftigte den Bauausschuss. 

Eine Lösung ist jedoch noch nicht gefunden. Zwar stellten die Landschaftsarchitekten Hackl und Hofmann zwei Varianten vor. Doch nicht nur Bürgermeister Loderer sah „die Notwendigkeit weiterer Planungen“. Auch die Gemeinderäte hielten die Vorschläge für nicht optimal oder zu kostspielig. 

Das Grundproblem: „Den Platz hat mal jemand sehr intensiv gestaltet“, sagte Geschäftsführerin Stephanie Hackl bei der Vorstellung ihrer Pläne. Es gibt zwei Rondelle, eines mit Brunnen, sehr viele Bäume und klar vorgegebene Strukturen. So stellt sich die Frage: „Wie ist der Bushalt zu platzieren, um mit einer kleinen Maßnahme Platz und Bäume zu erhalten?“ 

Die Betonung lag dabei auf „klein“. Denn viel Geld will die Gemeinde derzeit nicht für das Projekt ausgeben, sondern lediglich eine annehmbare Lösung für die Bushaltestelle schaffen. Die wurde nach dem 2014 beschlossenen Nahverkehrsplan, der einen 20-Minuten-Takt für die Linie 221 vorsieht, gegenüber des Feuerwehrhauses eingerichtet. Dafür gab es von den Rettern aber nur eine zeitlich befristete Zustimmung. Sie fürchten, dass die Fahrbahn zu eng ist, wenn der Bus kommt und zeitgleich die Feuerwehr zum Einsatz ausrückt. 

Also muss eine Alternative gefunden werden. Und die soll am Fahrbahnrand unmittelbar vor dem Friedrich-Ebert-Platz entstehen. Allerdings möglichst, ohne etliche Bäume entfernen zu müssen, um einen breiteren Gehweg anzulegen. Eine große Fällaktion lehnen viele Gemeinderäte ab. „Wir können die Bäume nicht wegnehmen. Die Ottostraße ist eh schon besonders langweilig“, meinte Dietrich Wax (SPD). 

Die Bäume will auch Landschaftsarchitektin Hackl erhalten. Darum soll der Weg zum Bus über den Platz führen. Variante 1: Die Fußgänger werden über versetzte Wege über den Platz zum Halt geführt. Um diese barrierefrei zu gestalten, müsste aber der tiefer liegende Brunnen angehoben und die Treppen entfernt werden. Es bleibt bei „wenig Aufenthaltsqualität, weil der Platz voll gestaltet und zugepflastert ist“, sagte Hackl. Kostenpunkt: rund 150 000 Euro brutto. 

Variante 2: „Den Platz neu denken“, sagte die Expertin. Es entsteht eine offene Fläche ohne Rondelle, mit neuem Brunnen und Gastronomie auf dem Platz. Denn „es gibt die Idee der Geschäftsinhaber gegenüber, den Platz zu bespielen“, sagte Hackl. 

Doch Bürgermeister Loderer hatte ein Problem mit der Fußgängerführung. Er fürchtete dass die Passanten nicht den Weg über den Platz nehmen, sondern außen vorbei am Straßenrand entlang zum Bus laufen. „Kein Mensch wird diesen Weg gehen.“ 

Weder Hackl hielt es für abwegig, dass „die Leute durch den Park laufen“ noch Gemeinderat Wax. Der Umweg sei nicht so groß, zudem läuft der Fußweg entlang der Ottostraße bereits jetzt mit einem Knick direkt auf den Platz zu. Doch diese Lösung kostet. Die genaue Summe wurde noch nicht berechnet. 

Erika Aulenbach (BVO) hielt nicht nur die, sondern auch den Bushalt an dieser Stelle „fast für überzogen. Der nächste ist fußläufig zu erreichen. Ich sehe keinen Bedarf und keine Relation.“ Auch CSU-Vertreter Erwin Mühlbauer „hatte zwar nichts dagegen, den Platz aufzuwerten, aber wir haben kein Geld.“ 

Und Hans Pöschl (CSU) befürchtete, dass der Bushalt, der dem anderen fast genau gegenüber liegen würde, zu Engpässen führt. „Wir bauen uns eine Hauptverkehrsstraße zu.“ Nun soll erneut über den Standort des Bushalts diskutiert werden.

Janine Tokarski

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