Trio steigt an einem Tag in fünf Häuser ein

Einbruchserie in Ottobrunn: Ein Täter vor Gericht

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Ottobrunn – Ein Tag, fünf Einbrüche: Hausbesitzer standen unter Schock. Einen der drei Täter hat die Polizei gefasst. Er steht vor Gericht.

Der 23. Januar 2015 wird fünf Hauseigentümern aus Ottobrunn in böser Erinnerung bleiben. Beim Heimkommen waren ihre Wohnungen durchwühlt, Schmuck und Bargeld fehlten. Einen der drei Täter aus Albanien fasste die Polizei am Friedhof, ließ ihn laufen und fasste ihn heuer im Juni erneut. Seit gestern läuft vor dem Landgericht München I sein Prozess.

Der 42-jährige Vater wollte eigentlich nur seine Tochter (13) besuchen. Von der Kindsmutter lebt er seit vielen Jahren getrennt. Doch dann traf er in München einen Cousin und dessen Spezl. Die beiden Männer baten ihn, einen Leihwagen zu finden – angeblich. Und urplötzlich stand das Trio in Ottobrunn. Dort weihten die beiden Landsmänner den 42-Jährigen in ihre Pläne ein. „Ich bin nur gefahren“, behauptete der Angeklagte. Allein muss er sich nun dem Vorwurf des schweren Bandendiebstahls stellen. Denn die beiden Mittäter sind in Albanien untergetaucht. Aus den Häusern hatten sie Schmuck, Uhren, Goldmünzen und Bargeld gestohlen.

Beim letzten Einbruch wären sie fast geschnappt worden. Während der 42-Jährige in seinem Auto saß und wartete, bekam er einen Anruf. „Ich sollte kommen und helfen“, erinnerte er sich. Er stieg aus, verirrte sich auf dem Weg zum Tatort und bekam dann einen zweiten Anruf. Die Polizei sei im Anmarsch.

Der Angeklagte haute ab Richtung Friedhof, kletterte über die Mauer und versteckte sich hinter einem Laubhaufen. Dort spürte ihn ein Polizeihund auf. Derweil gelang es den Mittätern, aus einem Haus einen Tresor zu schleppen. Der Beutewert betrug 48 000 Euro. Der Angeklagte bekam davon nur 500 Euro. Der Prozess dauert an. 

Rubriklistenbild: © dpa

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