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Zwei Männer, eine Idee: (v.l.) Professor Robert M. Helmschrott und Robert Jobst, Leiter der Rosmarie-Theobald-Musikschule in Ottobrunn, haben die CD zusammengestellt. Ein nicht genannter Sponsor hat sie finanziert.

Kostenlos in öffentlichen Einrichtungen zu bekommen

Eine CD vereint die drei Ottobrunner Komponisten

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Ottobrunn - Werke der drei Ottobrunner Komponisten sind auf einer CD zu hören, die die Rosmarie-Theobald-Musikschule (RTM) herausgegeben hat. Zu hören sind Kompositionen von Ermanno Wolf-Ferrari (1876-1948), nach dem das Kulturhaus der Gemeinde benannt ist, von Dieter Acker (1940-2006) sowie Robert M. Helmschrott (1938).

 Die CD ist kostenlos. Für das Projekt konnte die Musikschule einen Sponsor gewinnen, der aber nicht genannt werden möchte. Die Idee für das Klangwerk hatten Professor Helmschrott und Robert Jobst, Leiter der RTM: Eine CD mit Werken aller drei Ottobrunner Komponisten gab es bisher nicht. Gespielt würden die Kompositionen immer wieder einmal, sagt Jobst. Er verweist auf das Konzert im Jahr 2002 anlässlich des Jubiläums „100 Jahre Siedlungsraum“, als zum ersten Mal nur Werke von Wolf-Ferrari, Acker und Helmschrott aufgeführt wurden. Während Wolf-Ferrari als Vertreter der postromantischen Moderne mit eigenem Stil und italienischer Prägung gilt, ist Ackers Musik freitonal und linear. Der Komponist orientiert sich an der seriellen Musik der 1950er-Jahre. Helmschrotts „einerseits traditionell geprägte, jedoch auch von Komponisten wie Messiaen und Strawinsky stilistische beeinflusste Tonsprache ist von großer Emotionalität geprägt“, heißt es im Booklet zur CD. Er hat den „Modus H“ erfunden – eine Achtton-Reihe, auf der sich seit 1984 seine Kompositionen begründen. Von Lehrern der Musikschule lagen bereits eingespielte Werke vor: Pianist Michael Schneidt ist mit „Drei Impromptus“ und „Fünf Bagatellen“ von Wolf-Ferrari zu hören. Hermann Rid, Steffen Schmidt und Robert Jobst spielen Ackers „Trio für Sopransaxophon, Altsaxophon und Klavier“. Beim „Nachgesang für Guardini“ für Klavier solo von Helmschrott musiziert erneut Schneidt, und bei Helmschrotts „Les quatres chemins faciles pour deux“ spielen neben Schneidt Simone Jeon und Stefan Grabmann. Sie sind Bundespreisträger im Wettbewerb „Jugend musiziert“. Mit der kostenlosen CD wolle man möglichst vielen Menschen die Musik der Komponisten vorstellen und außerdem Werbung für die Musikschule machen, sagt Jobst. Die CD liegt in öffentlichen Einrichtungen wie Rathaus, Wolf-Ferrari-Haus oder Haus der Senioren, aus sowie in einigen Ottobrunner Geschäften.

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