Falscher Amokalarm am Gymnasium Ottobrunn

Ottobrunn - Ein Amokalarm hat am Donnerstag für Schrecken gesorgt am Gymnasium in Ottobrunn.

Die Polizei sicherte und durchsuchte das Gebäude – und konnte glücklicherweise schnell Entwarnung geben: Vermutlich ein technischer Defekt hatte den Alarm ausgelöst. Es ist kurz vor 11 Uhr, rund 1000 Schüler sitzen in ihren Klassenzimmern, als der Alarm auslöst. Auch Schulleiter Achim Lebert steht vor seiner elften Klasse und unterrichtet, als eine Stimme meldet: Es ist Alarm ausgelöst worden, bitte Ruhe bewahren, den Raum verschließen und auf weitere Informationen warten. Lebert versperrt die Tür. Und wartet ab, gemeinsam mit seinen zwischen 16 und 17 Jahre alten Schülern. Aufregung und Panik habe es nicht gegeben, sagt Lebert, als er knapp zwei Stunden später wieder in seinem Büro sitzt. „Man macht, was zu tun ist“, sagt er. Doch auch für ihn war die Situation neu. Denn die sogenannten Amokknöpfe, die im Gymnasium Ottobrunn in jedem Raum angebracht sind, hat es an der alten Schule nicht gegeben. Es war der erste Alarm seit ihrem Einbau, den sie gemeldet haben. Ungewohnte Momente für Lehrer und Schüler – zumal nicht klar war, wer oder was den Alarm ausgelöst hatte. Auch das Polizeipräsidium München konnte gestern nicht sagen, wie es zu dem Fehlalarm kommen konnte. Man gehe aber von einem technischen Defekt aus, sagte ein Sprecher. Dies zu klären, sei Sache der Schule. Mit mehr als 20 Fahrzeugen war die Polizei am Gymnasium in Ottobrunn vorgefahren. Die Einsatzkräfte riegelten die Schule ab und durchsuchten die Gänge. Als feststand, dass keine Gefahr drohte, gaben sie Entwarnung. „Man fährt los und ist auf alles vorbereitet“, sagte der Sprecher, und: „Wir nehmen das alles sehr ernst.“

Rubriklistenbild: © Foto: dpa

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