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Mehr Bewegungsfreiheit und Sicherheit: Regina Sterzing im neuen Schutzanzug mit Kommandant Eduard Klas.

Neue Ausrüstung

Feuerwehr Ottobrunn testet Schutzanzug in Sauna

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Ottobrunn – Einsatztauglicher, aber auch schicker ist die neue Montur der Freiwilligen Feuerwehr Ottobrunn. 17 000 Euro aus dem Gemeindetopf und 40 000 Euro vom Förderverein machten die Anschaffung möglich. Der erste Unterschied ist augenscheinlich:

„Es gibt keinen Mantel mehr, sondern eine bequeme Jacke“, sagt Oberfeuerwehrfrau Regina Sterzing (22). Die sei viel praktischer und ermögliche mehr Bewegungsfreiheit, etwa wenn man erste Hilfe leisten müsse. Die 22-Jährige ist eine von 30 Frauen in der Feuerwehr, 155 Mitglieder sind es insgesamt. Zunächst 40 werden mit den neuen Schutzanzügen ausgerüstet.

Kameradschaft motiviert

Regina Sterzing ging mit 14 Jahren zur Feuerwehr. Derzeit studiert sie Medizin. Wo liegt für sie der Reiz des mitunter auch gefährlichen Ehrenamtes? „Das Leben ist viel überraschender, jede Minute kann es einen Einsatz geben“, sagt die sympathische junge Frau. Hauptsächlich aber ist es das „unglaubliche Gemeinschaftsgefühl, wenn es für alle zum Einsatz geht. Da steht jeder für den anderen ein“.

Harte Testreihe

Bevor der Schutzanzug den Zuschlag erhielt, musste er eine harte Testreihe durchlaufen. Sechs Monate lang wurde der Neue auf Herz und Nieren getestet. „Wir haben mit ihm sogar in der Sauna des Phönixbades gesessen“, sagt Daniel Modrow, Vorstandsmitglied der Wehr und auch Gemeinderat und lacht. Selbst einem Gasstrahler, einer Kühlkammer und einem Wassertest wurde der Anzug ausgesetzt. Dabei ist er nur einer von der Stange, jede Wehr könnte ihn haben. „Für uns ist er aber der Testsieger“, betont Modrow.

Im Rahmen des Ottostraßenfestes, an dem sich die Feuerwehr traditionell mit einem Tag der offenen Tür beteiligt, waren die Anzüge erstmals ausgestellt. Aber auch deren altgediente, treue Vorgänger. Einer gar von 1914, dem Gründungsjahr. „Er besteht nur aus amerikanischer Zeltplane“, sagt dazu Eduard Klas, Kommandant und seit 2003 Chef der Wehr. Da hat sich seither einiges getan.

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