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Friseursalon-Inhaber aus Garching: Georg Lachermeier und seine Tochter Celina geben hilfreiche Tipps.
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Finger weg vom Färbemittel. Ein kleiner Ansatz kann mithilfe von Haarspray gut kaschiert werden..
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Mit einem Langhaarschneider lassen sich die Barthaare während der Corona-Krise auch von zuhause kürzen.
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So bitte nicht! Der Pony sollte niemals auf Höhe der Augenbrauen gekürzt werden.

Geschlossene Friseursalons

Haare selber schneiden? Friseur verrät Tricks: Darauf muss man achten

  • Laura Forster
    vonLaura Forster
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Seit dreieinhalb Wochen haben die Friseursalons geschlossen. Doch die Haare wachsen. Wie man sie sich selber schneiden kann, verrät Friseur Georg Lachermeier aus Garching.

Landkreis– Seid dreieinhalb Wochen haben die Friseursalons geschlossen. Doch die Haare wachsen und sprießen ungestört weiter. Da greift der ein oder andere abenteuerlustige Bürger, geplagt von der Langeweile in der Coronazeit, schnell zur Küchen- oder Nagelschere. Damit keine allzu großen Unfälle auf dem Kopf bis zur Wiedereröffnung der Geschäfte entstehen, geben zwei Friseure aus dem Landkreis kleine Ratschläge für Zuhause. Hier gibt es noch weitere Kniffe.

Mit Tipps muss man vorsichtig sein

„Ich bin mit Tipps sehr vorsichtig“, gibt Georg Lachermeier, der zwei Friseursalons in Garching betreibt, zu. Nicht nur während der Coronakrise legen die Kunden oft selbst Hand an und seine zwölf Mitarbeiter dürfen die Unfälle mit viel Feingefühl wieder retten. „Es ist nämlich nicht so einfach, wie es aussieht“, erklärt der ehemalige Obermeister der Friseur-Innung Freising. „Die Ausbildung dauert schließlich drei Jahre.“

Haare bitte nicht selbst färben

Trotzdem verrät er ein paar Tricks, damit die Haare auch Zuhause schön und gepflegt aussehen. Frauen die einen Pony tragen sollten darauf achten nicht zu viel abzuschneiden. „Weniger ist mehr“, sagt Lachermeier. „Die Nasenspitze ist ein guter Anhaltspunkt.“ Auch für die Männer hat der Friseur einen Ratschlag. „Zum Barttrimmen eignet sich ein Langhaarschneider gut,“ erklärt er. „Für ganz gerade Kanten bedarf es jedoch etwas Zeit und Übung.“ Zum Spitzen schneiden, Ansatz färben und Haare tönen hat Lachermeier aber nur einen Tipp: „Nicht selber machen!“

Nicht mal Friseur schneidet sich die Haare selbst

Dieser Ansicht ist auch Axel Wigge, der einen Friseursalon am Brunneck in Ottobrunn betreibt. „Nicht mal ein Friseur kann sich die Haare selbst schneiden,“ sagt er. „Durch die vielen Selbstversuche haben wir nach der Krise einiges zu tun.“ Der Friseur setzt auf Pflegeprodukte. Damit die Haare auch während der Coronazeit geschmeidig bleiben, empfiehlt er naturbelassene Öle, wie Olivenöl oder Sonnenblumenöl, mit Haarmasken zu mischen. „Einfach ein bisschen herumexperimentieren“, erklärt Wigge.

Ab 4. Mai geht es wieder los

Die beiden Friseurinhaber sind sich jedoch sicher, dass nach der Krise einige Kunden mit Selbstversuchen oder zu langen Ponys in die Salons stürmen. Am Montag, 4. Mai, dürfen die bayrischen Friseure wieder öffnen. „Ich habe Glück, da ich ein Ein-Mann-Laden bin“, sagt Wigge. „Das heißt, dass meistens nur ein Kunde im Laden ist.“ Trotzdem arbeitet er mit einer Mundschutzmaske und Desinfektionsmittel.

Hausbesuche: Auf gar keinen Fall

Obwohl 80 Prozent seiner Kundschaft Stammkunden sind, kamen keine Nachfragen bezüglich Hausbesuchen. „Das wäre mir auch zu riskant“, erklärt der Friseur. In Garching sieht die Situation anders aus: „Die Kunden haben schon nachgefragt, ob man vorbeischauen könnte“, sagt Lachermeier, „Mir ist es das aber nicht wert.“ Der Friseur achtet nach der Wiedereröffnung besonders darauf, dass weniger Kunden in seinen beiden Geschäften sind, damit der Mindestabstand eingehalten werden kann.

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