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Thomas Loderer bleibt Bürgermeister. 

Gemeinderat

Jubel und Enttäuschung

  • Bernadette Heimann
    vonBernadette Heimann
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Die CSU und Grüne sind in Ottobrunn stark, dafür gab es Einbrüche bei SPD und BVO.

Ottobrunn – Ohne Mühe hat Ottobrunns Amtsinhaber Thomas Loderer (CSU) die Hürde im ersten Wahlgang mit deutlichem Vorsprung gemeistert. Am Tag danach freut sich der Bürgermeister auch über das Gemeinderats- Ergebnis. Seine Partei bekam 40,5 Prozent der Stimmen (2014: 40,7) und erhält 12 Sitze (2014: 12) im 30 Mitglieder starken Gremium. „Unser Ziel war es, die Anzahl der Mandate mindestens zu halten. Das haben wir erreicht. Wir sind weiterhin stärkste Fraktion“, sagt Loderer. Ebenso erfreulich sei, dass alle bisherigen CSU-Gemeinderäte, die sich zur Wiederwahl stellten, weitermachen können. Da der frisch gewählte Bürgermeister als Listenkandidat wegfällt, ist auch Erwin Mühlbauer wieder dabei. 

Sieg der Grünen überrascht Bürgermeister kaum

Neu dabei sind Kathrin Hauck, Markus Wild, Florian Keil von der JU und der CSU-Ortsvorsitzende Volker Rhein. Den Sieg der Grünen mit 28 Prozent und neun Sitzen (2014: zusammen mit der ödp 17,2 Prozent und fünf Sitze), kam für den Rathauschef „wenig überraschend“. „Das Ergebnis folgt dem Bundestrend und ist keine besondere Leistung des Ortsverbands.“ Eine Einschätzung, die Tania Campbell, die auch als Bürgermeisterkandidatin für die Grünen angetreten war, nicht teilt. Möglich, dass der derzeitige Höhenflug ihrer Partei einen Teil des kommunalen Erfolgs ausmache, aber vor allem sei es die Arbeit der Grünen vor Ort gewesen, die die Wähler überzeugt habe. „Wir waren sehr präsent“, betont Campbell, insbesondere mit vielen „Veranstaltungen, die die Leute interessieren“, wie etwa zur Frage „Wohin mit dem Verkehr?“. Die neun Gemeinderatssitze findet Campbell „ganz wunderbar. Ich grinse immer noch wie ein Honigkuchenpferd.“ Immerhin hätten sich die Grünen im Gremium nahezu verdoppelt: Denn die ödp hat jetzt einen eigenen Vertreter (neu dabei: Jean Marcel Prasser). Durch den Wechsel von Sebastian Lumpe zur BVO hatten die Grünen zum Schluss lediglich vier Sitze. Campbell freut sich nun auf „frischen Wind“ mit neuen Fraktionsmitgliedern, darunter auch junge wie Leon Matella (21) und Fabian Matella (24). „Wir wollen mehr für die Jugend tun“, sagt Campbell. Verluste müssen die übrigen Parteien hinnehmen: allen voran die SPD, die auf 12,4 Prozent kam (2014: 23 %), und statt sieben Sitze noch vier hat: Ruth Eder, Konstantin Diederichs und Dieter Wax sind nicht mehr dabei. 

Einbrüche auch bei der BVO

Einbrüche auch bei der BVO von 13,4 (2014) auf 9,4 Prozent. Zuletzt saßen für die BVO sogar sechs statt der ursprünglich vier Mitglieder im Gemeinderat, da nicht nur ein Grüner, sondern auch Matthias Klebel (CSU) gewechselt hatte. Aktuell bleiben ihr nur drei Sitze. Die FDP verlor im Vergleich zu 2014 ein Prozent und kam auf 4,7 Prozent. Sie hat mit Axel Keller lediglich einen Vertreter im Gemeinderat.

Die Grünen pirschen sich an 

Der Bürgermeister:

Thomas Loderer (CSU) 

Der Gemeinderat: 

CSU: Thomas Loderer, Susanne Vordermaier, Daniel Modrow, Monika Lange-Modrow, Markus Wild, Michael Thaumüller, Andrea Seeböck, Gabriele Liebisch, Klaus Straßburg, Katrin Hauck, Florian Keil, Volker Rhein 

Grüne: Tania Campbell, Michael Senft, Doris Popp, Leon Matella, Ute Kister, Claudia Günther, Dörte Zulj, Fabian Matella, Dietrich Zeh

SPD: Sabine Athen, Ariane Wißmeier-Unverricht, Ruth Markwart- Kunas,Martin Bruno Radig

FDP: Axel Keller

BVO: Erika Aulenbach, Matthias Klebel, Reinhard Pohl

ÖDP: Jean Marcel Prasser

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