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„Wir wollen uns daran orientieren, was die Bürger wünschen“: die Kandidaten der BVO mit Vize-Landrat Otto Bußjäger (2.v.r.) und FW-Landtagsfraktionschef Florian Streibl (r.).

Kommunalwahl 2020

BVO startet mit diesen Kandidaten und einer Mitmach-Wunschliste in den Wahlkampf

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Die BVO hat für die Kommunalwahl 2020 ein Ziel: sechs Mandate im Gemeinderat Ottobrunn. Klappen soll das mit diesen Kandidaten und einer Mitmach-Wunschliste.

Ottobrunn – Mit ausgewogenen, nachhaltigen und vor allem bürgernahen Themen geht die Bürgervereinigung Ottobrunn (BVO) in die Kommunalwahl. Sechs Gemeinderäte sollen es auch nach dem März 2020 wieder sein.

Das Motto „Kommunalpolitik ist ein Spagat“ spiegelt sich in dem Strichmännchen wider, das die BVO als ihr Wahlkampflogo auserkoren hat. Ein Spagat zwischen Wünschen und Machbarem, Individualinteresse und Gemeinwohl, verschiedenen Interessen der Generationen und letztlich auch zwischen Gegenwart und Zukunft. „Wir wollen nicht dogmatisch Themen bespielen, sondern uns daran orientieren, was die Bürger wünschen, aber auch daran was machbar ist“, sagte Gemeinderat Markus Porombka (47). Die Wahrheit liege stets in der Mitte, es gebe nie „nur“ schwarz oder weiß.

Eine große Herausforderung sieht die BVO durch den immensen Zuzug, der, auch in Folge der Campus-Entwicklung, auf Ottobrunn zukommt. Das drücke weiterhin auf den Wohnungsmarkt, die eigene Bevölkerung dürfe nicht langfristig verschwinden. Auch die Frage der geplanten U5 sieht die BVO nicht uneingeschränkt positiv, sie müsse auch einen positiven Effekt für die Ottobrunner Bürger haben, „eine von Ottobrunn isolierte Verlängerung wollen wir nicht“, so Porombka.

Zur Aufstellungsversammlung hatte die BVO eine „Wunschliste“ an Themen parat, die über die Internetseite durch Bürger verlängerbar sei. Ein zweiter Kunstrasenplatz, mehr Elektrotankstellen, weite Räumlichkeiten für Vereine, die Schaffung bezahlbaren Wohnraums sind dort ebenfalls zu finden wie die Verbesserung der öffentlichen Personennahverkehrs. „Hier geht noch was“, betont Erika Aulenbach (64), die die Liste anführt. Ihr Herzenswunsch ist eine „Weidenkirche im Friedhofsgelände statt eines Urneninsektenhotels“.

Im Mittelpunkt des politischen Handelns sieht die BVO die Menschen der Gemeinde, an denen sie ihre Entscheidungen ausrichten will. Die Listen-Kandidaten kämen querbeet aus den verschiedenen Berufsrichtungen und seien ein Spiegel der Gemeinde. Mit Erika Aulenbach, Reinhard Pohl und Christina Dittlein finden sich die aktuellen Gemeinderäte auf den vorderen Plätzen, ebenso Matthias Klebel (8.) und Sebastian Lumpe (12.), die während der Legislaturperiode von der CSU bzw. den Grünen zur BVO gewechselt sind. Markus Porombka hat sich als Wunschplatz die Nummer 30 ausgesucht, „der letzte Platz ist gewagt, aber kein schlechter.“

Mit 13,4 Prozent ging die BVO aus der Kommunalwahl 2016 als viertstärkste Gruppierung hervor, dieses Ergebnis sei Ansporn, aber natürlich „müssen wir uns anstrengen, damit wir weiterhin mit sechs Kandidaten im Gemeinderat vertreten sein werden“, gab sich Aulenberg zuversichtlich

Die Kandidatenliste

1. Erika Aulenbach (64), 2. Reinhard Pohl (63), 3. Christina Dittlein (57), 4. Matthias Waltenberger (39), 5. Inge Kupper (55), 6. Andreas Hanselka (51), 7. Irene Kipp (46), 8. Matthias Klebel (59), 9. Eva Liebl (58), 10. Sebastian Friedrich (28), 11. Michaela Hartauer (54), 12. Sebastian Lumpe (55), 13. Rolf Simonis (61), 14. Stephan Metzker (34), 15. Tanja Richter (36), 16. Maria Wienicke (67), 17. Jennifer Haardt-Neubert (24), 18. Dr. Kirsten Herrmann (56), 19. Peter Heinrich (66), 20. Fredo Jesse (72), 21. Inge Guggenberger (77), 22. Günter Kießling (83), 23. Anni Leitner-Fuhrmann (46), 24. Hans-Joachim Tschiche (76), 25. Elisabeth Krahmer (25), 26. Ivo Fuhrmann (44), 27. Frank Aulenbacher (52), 28. Brigitte Guni (68), 29. Gerald Hammerschmidt (80), 30. Markus Porombka (47); Ersatz Helmut Eder (83) und Birgit Haardt-Neubert (49).


Im Überblick: Kommunalwahl 2020: Die Kandidaten und Parteien im Landkreis München

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