Kopfermann-Villa in Ottobrunn wird abgerissen

Trotz Anwohner-Widerstand: Pläne für Mehrfamilienhaus abgesegnet

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Ottobrunn – Die Anwohner sind nicht begeistert. Dennoch. Der Ausschuss hat Pläne für 26 neue Wohnungen an der Robert-Koch-Straße abgesegnet. Denen muss die Kopfermann-Villa Platz machen.

Begeistert sind einige Nachbarn nicht. Anwohner Helmut Ambach sprach sogar von einem „GAU“, sollte an der Robert-Koch-Straße 15 in Ottobrunn ein Mehrfamilienhaus mit 26 Wohnungen plus Tiefgarage entstehen. 

Doch die Anlieger werden sich auf neue Nachbarn einstellen müssen: Der Planungsausschuss hat die Aufstellung des Bebauungsplans für dieses Projekt in der Sitzung am Dienstagabend einstimmig abgesegnet. Es war voll im Raum 232 des Wolf-Ferrari-Hauses. 15 bis 20 Zuhörer verfolgten gespannt, wie die Planer und Verantwortlichen der Walser Immobiliengruppe München aus Grünwald die Details des Projekts vorstehen. Das Unternehmen realisiert ebenfalls den Forschungs-, Fertigungs- und Wohn-Campus der Firma Astyx im Technologiepark gleich nebenan. 

Die Anwohner waren schon einmal Mitte September wegen des Projekts ins Wolf-Ferrari-Haus gekommen – vergebens. Sie warteten eine knappe Stunde vor verschlossener Tür, da die Sitzung kurzfristig ausgefallen war. Dass die Gemeinde darüber nicht informiert hatte, bedauerte Bürgermeister Thomas Loderer (CSU) und entschuldigte sich dafür nun bei den Bürgern. „Das soll nicht wieder vorkommen.“ 

Geplant ist, auf dem Grundstück an der Robert-Koch-Straße die alte Kopfermann-Villa, die seit zwei Jahren leer steht, abzureißen und dafür ein viergeschossiges Mehrfamilienhaus mit drei Voll- und einem Terrassengeschoss auf 2320 Quadratmetern Grundfläche zu errichten. 

Der Planer warb für das Projekt als „harmonische Lösung“, das weit niedriger ist als mehrere Häuser in der Umgebung und sich das Gebäude in diese sehr gut einfüge. Zudem werde die Tiefgarage in der Mitte des Komplexes angesiedelt, „um die Nachbarn zu schonen“. Geschäftsführer Stefan-Martin versprach zudem: „Der Grüngürtel bleibt bestehen.“ Das Grundstück gehört der Walser Immobiliengruppe bereits, einen Vertrag mit der Gemeinde gibt es ebenfalls schon. Der regelt, dass die Kommune auf 30 Prozent der Wohnungen, was zirka acht Einheiten entspricht, eine Mietpreissperre erlassen kann und so preisgünstigen Wohnraum schafft, wie Bürgermeister Loderer bereits im Vorfeld erläutert hatte. 

Wichtig war den Ausschuss-Mitgliedern das Thema Verkehr. CSU-Vertreter Matthias Klebel betonte, dass es ihm „schon wichtig“ sei, dass die Tiefgarage „so gestaltet wird, dass die Anwohner sie auch nutzen“. Und dass sie nicht für zusätzlichen Parkdruck in der Umgebung sorgen, weil sie ihre Wagen am Straßenrand abstellen. Der Planer betonte: „Wir wollen auch keine Doppelparker, sondern Konfliktpotenzial nehmen.“ Darum werde die Tiefgarage so angelegt, dass sie angenommen wird. Unter anderem mit einem Aufzug, mit dem die Bewohner trockenen Fußes direkt vom Auto in ihre Wohnung gelangen

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