Unterbringung von Flüchtlingen

Von 9000 auf 7500: Landratsamt korrigiert Asyl-Prognose

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Landkreis - Das Landratsamt korrigiert die Asyl-Prognose für das laufende Jahr. Demnach müssen die Kommunen im Landkreis bis Jahresende deutlich weniger Flüchtlinge aufnehmen.

Die Gemeinden im Landkreis München müssen im laufenden Jahr weniger Flüchtlinge aufnehmen, als bisher gedacht. Landrat Christoph Göbel (CSU) und die Bürgermeister der Kommunen im Landkreis haben sich gemeinsam dazu entschlossen, die Asyl-Prognose für das Jahr 2016 anzupassen. 

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Demnach rechnet man statt wie bisher 9000 nur noch mit 7500 Flüchtlingen, die die Kommunen bis Jahresende aufnehmen müssen. Der Grund ist, dass die Regierung von Oberbayern dem Landkreis derzeit keine Asylbewerber zuweist. Zudem ist die Zahl der aktuell im Landkreis lebenden Flüchtlinge um rund 500 auf 4500 gesunken. Das hat Göbel am Freitagnachmittag bekannt gegeben.

Wie berichtet, haben Gemeinden und Städte seit drei Wochen keine Flüchtlinge aufnehmen müssen. Die Regierung von Oberbayern hat angekündigt, dass das den ganzen April so bleiben wird. Aufgrund dessen konnten vor Kurzem die Bewohner der letzten noch belegten Turnhalle in Unterschleißheim in feste Unterkünfte umziehen. Außerdem wurden die Not-Aufnahmeeinrichtungen in Dornach und Unterhaching zurückgefahren. Laut Göbel seien „deutlich weniger“ als die vorhandenen 650 Asylbewerberplätze belegt. Viele der Flüchtlinge aus diesen Einrichtungen seien gar nicht mehr im Landkreis. 

Göbel hielt bisher an der Prognose von 9000 Flüchtlingen bis Jahresende fest, auch damit die Gemeinden weiterhin Unterkünfte akquirieren. Mit der Reduzierung wolle er nun engagierte Kommunen entlasten und ein „Ungleichgewicht unter den Gemeinden“ vermeiden, sagte er auf Nachfrage des Münchner Merkur

Gleichwohl pocht der Landrat freilich weiterhin darauf, ordentliche Unterkünfte aufzubauen. „Wir müssen raus aus den Traglufthallen“, sagte Göbel. Um das zu schaffen, hoffe er weiterhin auf die Kooperation der Gemeinden. Außerdem sei die tatsächliche Entwicklung des Flüchtlingsstroms nicht absehbar. „Notfalls sind die Zahlen abermals zu korrigieren.“

rat

Rubriklistenbild: © dpa

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