Berichte: Deutsche Behörden vereitelten IS-Anschlag auf großes Musikfestival

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Le uchtendes Beispiel: Im Algentechnikum auf dem Ludwig-Bölkow-Campus in Ottobrunn wird eine hocheffiziente LED-Beleuchtung genutzt.

Netzwerk mit Startschwierigkeiten

Unternehmen haben keine Zeit für die Energiewende

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Selbst eine Amortisationszeit von nur einem halben Jahr sind manchmal kein ausreichender Grund für Firmeninhaber, in energiesparende Maßnahmen zu investieren. Das berichtet Hans Gröbmayr, der Ebersberger Klimaschutzmanager und Geschäftsführer der Energieagentur Ebersberg-München. Er ist auch für den Landkreis München zuständig.

Landkreis – Für die Zurückhaltung der Unternehmen gibt es laut Gröbmayr drei Gründe: Öl und Gas sind zu billig, die Konjunktur im gesamten Münchner Osten läuft auf Hochtouren, und in den Betrieben hat niemand Zeit und freie Kapazitäten für die Energiewende.

Ohne einen Namen zu nennen, berichtet Gröbmayr von einem Unternehmen, das mit einem Investitionsaufwand von 300 000 Euro in zehn Jahren drei Millionen Euro einsparen könnte, sich bislang aber nicht zu einer Veränderung durchringen wollte.

Die Energieagentur Ebersberg hat erfolgreich expandiert. Sie hat zwei Gesellschafter, den Landkreis Ebersberg und den Landkreis München. Am morgigen Donnerstag findet im Landratsamt Ebersberg die erste gemeinsame Aufsichtsratssitzung statt. Dazu wurde von Hans Gröbmayr und seinen Mitarbeitern ein Leistungskatalog erstellt an Angeboten, die eins zu eins auf den Nachbarlandkreis übertragen werden könnten. Entscheiden müssen das die Aufsichtsratsmitglieder. Zum Paket gehört etwa ein Solarkataster.

Unternehmer, die erfolgreich in Energiesparmaßnahmen investiert haben, könnten künftig als Multiplikatoren dienen. Dazu soll ein eigenes Netzwerk gegründet werden. Noch stottert dabei der Motor. „Sechs bis sieben Betriebe machen bisher mit“, berichtet Sarah Winkler, die in der Agentur für den Aufbau dieses Netzwerks zuständig ist. Mindestens doppelt so viele sollen es aber werden, um den angepeilten Wirkungsgrad zu erzielen. „Wir haben mindestens 300 Betriebe telefonisch kontaktiert“, berichtet Gröbmayr von den Anstrengungen, die bereits unternommen wurden. Der Erfolg ist noch überschaubar. „Ohne die Betriebe kann die Energiewende nicht gelingen“, weiß der Klimaschutzmanager. Das Umweltbundesamt gibt ihm Recht. „Der Stromverbrauch in Deutschland ist seit Beginn der 1990er Jahre im Trend gestiegen. Den meisten Strom verbraucht die Industrie, gefolgt vom Gewerbe-, Handels-, und Dienstleistungssektor, den privaten Haushalten und dem Verkehrssektor.“ Einsparpotenzial hätten auch Handwerksbetriebe wie Bäckereien oder Metzgereien in der Region.

Wer Unternehmen als Multiplikatoren ins Boot holen will, muss unternehmerisch denken und darf dabei den Faktor Zeit und die Kosten dabei nicht aus den Augen verlieren. Winkler erklärt das Konzept: Hat ein Betrieb zur eigenen Energieversorgung zum Beispiel ein neues und effizientes Blockheizkraftwerk errichtet, und ein anderes will es ihm gleichtun, könnte der „Vorreiter“ entscheidende Tipps geben.

Es gibt bereits Betriebe, die sich für das Netzwerk begeistern. Einer davon ist die Hofmann und Vratny OHG, ein führender Hersteller von Vollhartmetallfräsern mit Hauptsitz in Aßling (Kreis Ebersberg). Dort wurde der Betrieb auf LED-Beleuchtung umgestellt und die Heizungsanlage erneuert. Die damit gemachten Erfahrungen wurden bereits auf einer Infoveranstaltung in Forsting kommuniziert. Ein erster Schritt.

Fachtagung in Garching

Die Energieagentur Ebersberg-München lädt unter dem Motto „Bauen mit Holz – klimagerecht und zukunftsfähig“ zu einer ersten Informationsveranstaltung in Garching ein. Sie findet am Freitag, 2. Februar, von 12.30 bis 17 Uhr im Bürgerhaus statt. Dort wird über Erfahrungen mit Holzbauten im Landkreis München berichtet. Die Moderation übernimmt Klimaschutzmanager Hans Gröbmayr, Landrat Christoph Göbel (CSU) spricht ein Grußwort. Die Teilnahme ist kostenlos.

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