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In einer Bienenkiste hat die Feuerwehr Ottobrunn die eingefangene Kornnatter transportiert.

Mehrmals gesichtet - mehrmals verschwunden

Kornnatter versetzt Anwohner in Aufregung

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Schlangen-Alarm in Ottobrunn: Eine Kornnatter hat seit Tagen Feuerwehr und Polizei auf Trab gehalten. Jetzt konnte das Tier endlich eingefangen werden.

Ottobrunn – Erstmals Alarm geschlagen hat eine Anwohnerin am Dienstagmittag. Wie die Polizei berichtet, hatte die Frau das Tier auf einem Weg in der Nähe eines Gebüsches entdeckt. Sofort eilten die alarmierten Beamten mit Unterstützung der örtlichen Feuerwehr zu dem Mehrfamilienhaus an der Pestalozzistraße 20. Doch trotz ausgiebiger Suche, gelang es den Einsatzkräften nicht, das vermutlich ausgebüxte oder ausgesetzte Tier zu entdecken.

Am späten Donnerstagnachmittag kam dann der nächste Anruf eines besorgten Bürgers. Dieses Mal war die etwa ein Meter lange Würgeschlange mit der auffälligen Färbung im Hof eines Mehrfamilienhauses „Am Bogen“ entdeckt worden. Doch als die die Polizeibeamten eintrafen, hatte sich das Tier erneut aus dem Staub gemacht.

Um kurz nach 18 Uhr schlängelte sich die Kornnatter dann durch den Garten eines Einfamilienhauses in der nahe gelegenen Dianastraße. Und dieses Mal gab es kein Entrinnen: Die von der Polizei verständigten Brandhelfer fingen die Natter ein und brachten sie in die Reptilienauffangstation nach München.

Kein alltäglicher Einsatz, wie Eduard Klas, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Ottobrunn betont, aber auch keine besonders große Herausforderung für seine Einsatzkräfte. „Die Tierrettung ist ja eine unserer Aufgaben und gehört auch zur Grundausbildung“, betont er. Bevor man das Tier eingefangen habe, habe man über einen Bildabgleich geklärt, um welche Schlangenart es sich vermutlich handelt. „Mit der Kornnatter sind wir auch richtig gelegen.“

Doch obwohl man laut Klas nach dem Bildabgleich davon ausgegangen war, dass das Tier nicht giftig ist, traf man die üblichen Sicherheitsvorkehrungen, sprich: Der Feuerwehrmann, der die Natter einfing, benutzte einen Schlangenhaken und trug Schutzhandschuhe. „Dann haben wir eine Kiste, die eigentlich zum Transport von Bienen gedacht ist, einfach zur Schlangenkiste umfunktioniert“, erzählt Klas. Der Kommandant geht davon aus, dass die Bewohner des Einfamilienhauses durchaus erleichtert waren, als die Einsatzkräfte mit dem Tier abrückten: „so etwas will man ja in der Regel nicht im eigenen Garten haben.“

In Herne kam es ebenfalls zu einem Zwischenfall mit einer Schlange. Eine Kobra ist entwischt und die Polizei arbeitet im Großeinsatz daran, sie wiederzufinden.

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