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Der Standort von „Helicopter Travel Munich“ im Technik- und Innovationspark Taufkirchen.

Im Technikpark

Noch ein Hangar für Helikopter in Taufkirchen

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Die Firma „HTM Helicopter Travel Munich GmbH“ plant einen weiteren Hubschrauberhangar mit Bürogebäude auf dem Gelände des Technik- und Innovationsparks in Taufkirchen.

Ottobrunn/Taufkirchen – Für die Erweiterungspläne von HTM muss die Gemeinde Taufkirchen den Bebauungsplan an der Ludwig-Bölkow-Allee ändern und bat die Ottobrunner Seite um Stellungnahme.

„An der Zahl der Flugbewegungen ändert sich nichts. Das Kontingent bleibt unberührt“, gab Ottobrunns Bürgermeister Thomas Loderer (CSU) im Planungsausschuss bekannt. Er wollte damit präventiv auf die wichtigste, kritische Frage eingehen: Ob die Ottobrunner Bürger in den angrenzenden Wohngebieten unter einem zusätzlichen Lärm zu leiden haben.

Der Flugdienstleister Travel Munich zählt zu den größten Hubschrauberunternehmen im deutschsprachigen Raum und hat eine Flotte von 23 Hubschraubern an sechs Standorten, die mehr als 4000 Stunden im Jahr im Einsatz sind – neben Ottobrunn gibt es Stützpunkte auf Helgoland, Borkum, in Emden, Salzburg und in Norddeich. Wie im Planungsausschuss deutlich wurde, soll es eine Zusammenarbeit zwischen dem Hochtechnologie-Dienstleister IABG und der Helikopterfirma im Wartungsbereich geben.

Keine zusätzlichen Flugbewegungen und nicht mehr Lärm

Für Starts und Landungen wird laut Planung der südlich angrenzende Hubschrauberlandeplatz dienen, den es hier schon länger gibt. Der neue Baukörper wird sich nach den Plänen von Travel Municht an dem Hangar weiter südlich orientieren.

Genau hier setzt die Kritik der Ottobrunner BVO-Fraktion an. Sie stört sich an der Verdopplung der Hallen und vermutet, dass das Unternehmen – langfristig auf Gewinn orientiert – die Zahl der Flüge erhöhen wolle. Eine Salamitaktik. An den Hallen und Hangars selbst störte sich grundsätzlich niemand im Ausschuss. „Die Immission ist das entscheidende“, hieß es von Seiten der BVO. Ruth Markwart-Kunas von der SPD hatte denselben Gedanken, das Bauvorhaben abzulehnen. Denn schließlich müsse die Gemeinde Ottobrunn ein Zeichen setzen, „auch wenn wir eh nichts ändern können“.

Einwände für gröbere Sachen aufgespart

Bereits im Taufkirchner Gemeinderat hatte es im vergangenen Jahr dazu eine Wortmeldung gegeben. David Grothe (Grüne) hatte sichergehen wollen, dass die gewarteten Helikopter nicht über Wohngebiete fliegen. Bürgermeister Ulrich Sander bestätigte ihm das. Seinem Ottobrunner Bürgermeisterkollegen ging es vor allem darum, als Gemeinde Glaubwürdigkeit und Differenziertheit zu vermitteln. „Wir schreien angesichts der Pläne nicht Hurra.“ Er warnte davor, negative Stellungnahmen inflationär zu gebrauchen. Gegen den Bebauungsplan sei nichts einzuwenden. die Ansiedlung stehe dem Gewerbegebiet gut zu Gesicht. „Die können uns viel unangenehmere Dinge vor die Tür setzen. Und wir sollten unsere Einwände für dafür reservieren.“ Die Ausschussmitglieder stimmten dafür, keine Stellungnahme abzugeben.

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