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Problemstelle: Eberhard Täuber aus Ottobrunn weist auf die Ameisen-Kreuzung, wie sie im Volksmund heißt.

Unfallschwerpunkt

Anwohner fordert: Entschärft endlich die Ameisen-Kreuzung!

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Immer wieder kracht es an der sogenannten Ameisen-Kreuzung in Ottobrunn. Erst vor wenigen Tagen ist wieder eine Autofahrerin hier schwer verletzt worden. Anwohner, Feuerwehr und Polizei wünschen sich eine Entschärfung. Jetzt ist eine Lösung in Sicht. 

Ottobrunn – Wenn die Ampelanlage ausgeschaltet ist, scheppert’s an der Kreuzung Unterhachinger Straße/Haidgraben in Ottobrunn regelmäßig. Damit könnte in absehbarer Zeit Schluss sein. Die Polizei prüft derzeit, wie die Ampelschaltung optimiert werden kann. Das teilt der zuständige Polizeioberkommissar Peter Gauser von der örtlichen Dienststelle auf Nachfrage mit. „Derzeit sind wir mit der Unfallauswertung beschäftigt“, sagt Gauser. Danach werde man mit dem für die Kreisstraße M 22 (Unterhachinger Straße) zuständigen Landratsamt über Maßnahmen sprechen, wie man den Unfallschwerpunkt entschärfen könne.

Die Kreuzung nahe dem Isarcenter gerät aufgrund zum Teil schwerer Unfälle immer wieder in die Schlagzeilen. An keiner anderen Kreuzung im Ort sei man in den letzten Jahren so oft im Einsatz gewesen, heißt es seitens der Feuerwehr Ottobrunn. Im April beispielsweise hatten erst Ameisen einen Kurzschluss ausgelöst, nur Tage später sorgte ein technischer Defekt für den Ausfall der Lichtzeichen. Die Folge: Zwei Unfälle mit Verletzten und hohen Sachschäden.

Aber selbst im Normalbetrieb regelt die Ampel nicht durchgehend den Verkehr. Sie ist nämlich zwischen Mitternacht und 6 Uhr morgens abgeschaltet. Und auch in diesem Zeitraum kommt es immer wieder zu folgenschweren Zusammenstößen: Erst vor wenigen Tagen musste die Feuerwehr eine schwer verletzte Ottobrunnerin (37) aus ihrem VW herausschneiden, nachdem sie beim Abbiegen vom Haidgraben in die Unterhachinger Straße einem Lieferwagen die Vorfahrt genommen hatte und von diesem gerammt worden war.

Erst vor wenigen Tagen ist die Fahrerin dieses Polos von einem Transporter gerammt und schwer verletzt worden. 

Als Eberhard Täuber im Münchner Merkurvon diesem Unfall las, kamen bei dem 76-Jährigen wieder die Erinnerungen hoch. Vor rund drei Jahren hatte auch einer seiner Söhne an der Kreuzung auf dem Weg zur Arbeit einen Unfall. Auch er übersah ein anderes Fahrzeug und stieß mit diesem zusammen. „Zum Glück blieb er unverletzt“, erzählt Täuber. Der pensionierte Lehrer kann nicht verstehen, warum die Ampelanlage an der Kreuzung nicht durchgehend in Betrieb ist oder zumindest bereits früher am Morgen eingeschaltet wird, wenn schon zahlreiche Bürger zur Arbeit fahren. Täuber wohnt nicht weit von der Unfallstelle entfernt in der Meraner Straße und kennt die Eigentümer des Eck-Grundstücks an der südwestlichen Ecke der Kreuzung. „Die müssen immer wieder ihren Zaun reparieren, weil es dort so viele Unfälle gibt“, erzählt er. Natürlich seien die Leute selbst schuld, wenn sie die Vorfahrt missachten, gibt er zu. „Aber es kann doch nicht sein, dass erst ein tödlicher Unfall passiert, bis man reagiert.“

Der Polizei ist sich der Gefahrenlage durchaus bewusst, wie Gauser versichert. Deshalb habe man nun die Initiative ergriffen und wolle nach der Auswertung aller Daten und Fakten dem Landratsamt empfehlen, die Betriebszeiten der Ampelanlage anzupassen. So sei man auch bereits bezüglich anderer Lichtzeichenanlagen an der Kreisstraße in Richtung Unterhaching vorgegangen.

Ob das heißt, dass die Ampel an der Kreuzung künftig durchgehend in Betrieb ist, kann Polizist Peter Gauser noch nicht sagen. „Möglicherweise reicht es schon, wenn sich die Ampel einfach früher wieder einschaltet“, sagt er. Damit wäre auch Eberhard Täuber zufrieden: „Das würde einige Unfälle vermeiden helfen.“

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