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Die Michaelskirche erhält einen barrierefreien Zugang und ein Verbindungsbau zwischen Kirche und Gemeindehaus.

Michaelskirchengemeinde

Begegnungsraum, der verbindet

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Ottobrunn - Als neulich das Jazz-Trio „ The Three Wise Men“ im Gemeindehaus aufgetreten ist, war dies die vorerst letzte Großveranstaltung im Saal der evangelisch-lutherischen Michaelskirchengemeinde. In diesen Tagen sollen die Umbauarbeiten beginnen. Mit der Fertigstellung rechnet die Ottobrunner Kirchengemeinde zum Ende des Jahres.

„Raum für Begegnung“ heißt das Projekt, das einen barrierefreien Zugang mit einem installierten Aufzug zum Gemeindesaal sowie einen einen Verbindungsbau zwischen Kirche und Gemeindehaus vorsieht. „Dieser Bau soll mit einer gläsernen Front zur Ganghoferstraße einen Foyer-Raum schaffen, der für vielfältige Veranstaltungstypen geeignet ist und zu neuen Begegnungsmöglichkeiten einlädt“, erläutert Jochen Imhoff, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit der Kirchengemeinde.

Geplant ist darüber hinaus ein besserer, barrierefreier Zutritt zur Kirche. „Wenn so umfangreiche Umbauarbeiten in Angriff genommen werden, versteht sich von selbst, dass auch das energetische Konzept erneuert wird und das Dach über dem Gemeindehaus saniert, die über 50 Jahre alten Fenster erneuert und die Heizungsanlage für Kirche und Gemeindehaus auf den neuesten Stand der Technik gebracht werden“, teilt Imhoff weiter mit. Das Projekt sei teuer, doch die Landeskirche sehe die „absolute Notwendigkeit einer solchen Sanierung“. Außerdem gebe es einen privaten Stifter, der einen „sehr namhaften Betrag zum Gesamtbudget beisteuerte“, den die Kirchengemeinde aber nicht genauer benennt. Die Michaelskirchengemeinde, zu der Gläubige aus Ottobrunn, Neubiberg und Hohenbrunn gehören, muss selbst 200 000 Euro zu der mehr als eine Million teuren Sanierung beitragen. Dazu wurde ein sechsköpfigen Fund-Raising-Ausschuss unter Leitung eines Mitglieds des Kirchenvorstandes eingesetzt. 

Damit die Michaelskirchengemeinde ihren Anteil am Bauprojekt aufbringen kann, steht das Jahr ganz im Zeichen von Spendenaufrufen, Ansprache der verschiedensten Gemeindegruppen, Benefizveranstaltungen, Versteigerungen und Flohmärkten, Sonderkonzerten und mehr. „Die Spender größerer Beträge können etwa genau bestimmte Teile der Glasfassade übernehmen und virtuell als ,ihre’ betrachten. Stifterurkunden in Bronze, Silber, Gold und Platin wie sie vor Jahren schon bei der Sanierung des Kirchturmes der Michaelskirche mit Erfolg eingesetzt wurden und Namenstafeln der Sponsoren im Eingangsbereich beziehungsweise im neuen Foyer der Michaelskirche bekunden den Dank der Gesamtgemeinde gegenüber den Spendern“, erläutert Jochen Imhoff. Natürlich bestehe auch die Möglichkeit, anonym zu bleiben. Wer Näheres erfahren möchte, kann sich an das Pfarrbüro der Michaelskirche wenden.

Bernadette Heimann

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