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Kufenspaß: 1300 Besucher strömen ins Eisstadion – und zeigen sich spendenfreudig. 5000 Euro kommen zusammen.

„Das Ziel ist ganz klar der Bau einer Halle“

Der Traum von der Eishalle lebt: Verein schöpft neue Hoffnung

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Das Eisstadion in Ottobrunn ist in die Jahres gekommen. Der ERSC träumt daher von einer Halle - und schöpft nun neue Hoffnung.

Ottobrunn – Ob zaghaft und mit kurzen Schritten, gekonnt Pirouetten drehend oder Vollgas mit Eishockeyhelm auf dem Kopf: Beim 0ersten „Ice-Day“ des Eis- und Rollsport Clubs Ottobrunn (ERSCO) trafen sich Freunde des Kufenspaßes unabhängig von ihrem Können. Und die Veranstaltung war ein voller Erfolg. Über 1300 Besucher vergnügten sich im Stadion, dabei wurden über 5000 Euro an Spenden gesammelt.

„Es geht um den Spaß“, betonte Organisator Michael Guggenhuber, Dritter Vorstand des ERSCO. „Dafür setzen sich heute über 60 Helfer ins Zeug, und wenn man sieht, dass hier Jung und Alt gemeinsam unterwegs sind, das freut mich ungemein.“ Eisstockschießen, Kinderschminken, Prinzessinnen- und Superheldenlauf, Weitrutschwettbewerb, Freestyle- und Eiskunstlaufvorführungen sowie ein Show-Spiel der Junioren bedeuteten gut elf Stunden Eiszauber auf dem Programm. Der Höhepunkt: ein Benefizspiel der ERSCO Old-Boys gegen eine Auswahl ehemaliger Nationalspieler und Bundesligaprofis.

So weit wie kein anderer schlittert Leo (10) beim Weitrutschwettbewerb. Als Gewinn bekommt er von Michael Guggenberger den Torwartschläger vom Keeper des EHC München, Danny aus den Birken, signiert von den Spielern des EHC

Die Profis wie Michael Wolf, Rekordtorschütze der DEL und bis letztes Jahr Kapitän des EHC Red Bull München, Felix Petermann, Heiko Smezal, Michael Betz, Klaus Birk und Eric Dylla unterlagen letztlich den Ottobrunnern knapp mit 7:8. Das „Event ist der Hammer“, schwärmte Guggenhuber, „auch aus finanzieller Sicht.“ Denn über 5000 Euro kamen zusammen, die an den Nachwuchs und die Ottobrunner Rothenanger Stiftung gehen.

Eisstadion wurde 1978 eingeweiht - das merkt man

Dem Verein selbst geht’s gut. Nachwuchssorgen braucht sich Guggenhuber jedoch kaum zu machen, über 130 Kinder trainieren aktuell im Nachwuchs, „die Früchte einer kontinuierlichen und guten Arbeit“, meint Guggenhuber. Er selbst schlüpfte im Alter von drei Jahren in die Schlittschuhe, ist leidenschaftlicher „Eishackler“ und trainiert die U11. „Aber das Stadion ist in die Jahre gekommen, unsere technischen Möglichkeiten sind begrenzt. Das Ziel ist ganz klar der Bau einer Halle.“

Knapp 50 Jahre gibt es den Verein, 1978 wurde das Eisstadion eingeweiht, die Mitgliederzahlen des Vereins wachsen, auch wenn die Eisschnellläufer im Stadion am Ostpark trainieren. Die Räume werden immer beengter, auch die vom Wetter abhängigen Trainingsverhältnisse und die Vorgaben des Bayerischen Eissportverbandes (BSV) lassen die Rufe nach dem Bau einer Halle immer lauter werden.

„Wir hoffen nun auf den Aufschwung des Campus-Projekts“

Auch das Einzugsgebiet wächst, die Eiskunstläufer und Eisschnellläufer erringen nationale Titel, und die Eishockey-Abteilung spielt im Ligabetrieb. Die bis 2009 in der Bundesliga spielende Damenmannschaft wird jedoch aufgelöst, da eine Halle fehlt und die hohen Kosten für die Anmietung von Eiszeiten in anderen Stadien nicht mehr tragbar ist. Notwendige Sanierungen, etwa am Kiosk oder in den Kabinen, werden überwiegend von den Ehrenamtlichen getragen.

Ein herber Schlag war es daher, als der Ottobrunner Bauausschuss vor vier Jahren den Bau einer Halle aus Kostengründen ablehnt. „Wir hoffen nun auf den Aufschwung des Campus-Projekts“, sagt Guggenhuber. „Ottobrunn wird in den kommenden Jahren wachsen, damit auch der Bedarf nach Sport- und Freizeitangeboten.“ Der Dritte Vorsitzende schöpft neue Hoffnung für das Hallen-Projekt: „Es könnte ja auch für den Landkreis eine Option sein, sich hier zu beteiligen.“

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