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Pierre Weber war am Ottobrunner Gymnasium bekannt für seine positive Art und seinen Enthusiasmus. 

Lehrer war für ihn mehr als ein Job

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Erst hatte er eine Friseur-Lehre in Luxemburg gemacht, dann wurde Pierre Weber Lehrer. Am Gymnasium Ottobrunn unterrichtete er 31 Jahre lang Geografie sowie Wirtschaft und Recht – und sogar im Ruhestand hat er Schüler in seiner Freizeit unterrichtet. Lehrersein war für ihn mehr als nur ein Job. Vor kurzem ist Pierre Weber mit 73 Jahren nach einer schweren Krebs-Erkrankung gestorben.

Ottobrunn – Erst hatte er eine Friseur-Lehre in Luxemburg gemacht, dann wurde Pierre Weber Lehrer. Am Gymnasium Ottobrunn unterrichtete er 31 Jahre lang Geografie sowie Wirtschaft und Recht – und sogar im Ruhestand hat er Schüler in seiner Freizeit unterrichtet. Lehrersein war für ihn mehr als nur ein Job. Vor kurzem ist Pierre Weber mit 73 Jahren nach einer schweren Krebs-Erkrankung gestorben.

Pierre Leon Weber ist in der Stadt Luxemburg geboren. Nach seiner Friseur-Lehre zog es ihn nach München, erzählt Schulleiter des Gymnasiums Ottobrunn, Achim Lebert, und erinnert sich an seinen langjährigen Kollegen: „Er war immer sehr interessiert daran, die Welt, andere Kulturen und Länder kennenzulernen.“ Weber holte sein Abitur nach und begann zu studieren. Später - als Lehrer - investierte er sein ganzes Herzblut in seine Arbeit, sagt die ehemalige Förderverein-Vorsitzende der Schule, Barbara Klingan (76): „Er hat immer eher im Hintergrund gearbeitet, das Computernetzwerk der Schule gewartet – und er ist nie grantig gewesen.“

In den 80er-Jahren habe Weber miterlebt, als die ersten zehn Computer am Gymnasium angeschafft wurden - und hat sie in Schuss gehalten. „Später hat er dann das Wlan-Netz in den Klassenzimmern aufgebaut, das war absolute Pionierarbeit“, sagt Lebert. 2009 ging Weber in Pension, aber kümmerte sich weiter darum, dass Beamer, Computer, Drucker und Laptops in der Schule funktionieren: „Bis letztes Jahr kam er immer noch jede Woche einige Stunden in die Schule.“ Dabei hat er die Schüler zu Medientutoren ausgebildet, sie lernten selbst Kabelverbindungen zu den Computern zu checken oder was zu tun ist, wenn der Beamer kein Bild zeigt.

Aber Pierre Weber saß als Technik-Begeisterter nicht nur vor dem Bildschirm – ganz im Gegenteil. In seiner Freizeit liebte er das Sporteln, fuhr gerne Fahrrad, lief die zehn Kilometer beim Schulmarathon mit und marschierte sogar den Jakobsweg nach Santiago de Compostela. Seine Leidenschaft zu Reisen teilte er mit seiner Frau, Ulrike Nesbeda, sie ist ebenfalls Geographie-Lehrerin am Gymnasium Ottobrunn. Dort wird er fehlen, sagt Lebert: „Er war ein unglaublich positiver Mensch und hat mit hohem Optimismus viel Zeit an unserer Schule verbracht.“   

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