Sicherheitsbericht der Ottobrunner Polizei

Mehr Unfälle, weniger Kriminalität

Ottobrunn - Mehr Unfälle, steigende Belastung, aber weniger Kriminalität: Das ist die Jahresbilanz der Polizeiinspektion Ottobrunn, die jetzt ihren Sicherheitsbericht vorgelegt hat. Die Inspektion ist zuständig für die Gemeinden Ottobrunn, Neubiberg, Putzbrunn, Hohenbrunn, Höhenkirchen-Siegertsbrunn, Brunnthal und Aying.

Massiv angestiegen sind die Einsatzzahlen, die die Beamten immer mehr fordern, heißt es im Bericht. „In den kommenden Wochen werden wir tagsüber eine zweite Einsatzstreife stellen. Damit wollen wir den Belastungen unserer Kollegen Rechnung tragen, vor allem aber mehr Präsenz zeigen und den Bürgern vor Ort schnell helfen. Das ist mit einer Streife allein auf Dauer nicht mehr zu meistern“, kündigt Armin Ganserer, Leiter der Polizeiinspektion, an. Allein im vergangenen Jahr seien die Beamten zu über 7000 Einsätzen ausgerückt. Dazu kamen rund 750 Kontrollen an den S-Bahnhöfen, die für ein „deutliches Mehr an Sicherheit in den öffentlichen Verkehrsmitteln und Bahnhöfen“ gesorgt hätten. 2015 sind die Straftaten im Bereich der Polizeiinspektion leicht gesunken, von 2499 auf 2427 Fälle. Die Aufklärungsquote lag mit rund 60 Prozent etwas über dem Vorjahresniveau von rund 58 Prozent.

Die Zahl der Gewaltdelikte wie Mord, Totschlag, Vergewaltigung, Raub, räuberische Erpressung, aber auch gefährliche und schwere Körperverletzung stieg um 21 Prozent von 52 auf 63 Delikte an. Auch die sogenannte Straßenkriminalität ist um zwei Prozent auf 507 Fälle gestiegen. Dazu gehören Raub, Sexualdelikte, gefährliche und schwere Körperverletzungen, Einbrüche und Diebstähle von und aus Fahrzeugen. Die Diebstahlsdelikte machten rund ein Drittel aller Straftaten aus. Die Zahl der Einbrüche ist von 154 auf 148 Fälle gesunken. Vor allem die Wohnungseinbrüche sind laut Sicherheitsbericht zurückgegangen. 2015 wurden 72 Wohnungseinbrüche angezeigt, im Vorjahr waren es noch 83. „Dieser Rückgang ist auch ein Ergebnis unserer Präventionsarbeit. Die Bürger investieren mehr in die Sicherheit ihrer Häuser und Wohnungen“, sagt Armin Ganserer. Außerdem erwarte er sich durch den Einsatz der Sicherheitswacht in Ottobrunn eine Verbesserung der Sicherheitslage.

Die Zahl der Verkehrsunfälle erreichte mit 1593 Unfällen, und damit 172 mehr als im Vorjahr, einen neuen Rekord. In 430 Fällen handelte es sich um eine Unfallflucht, von denen 170 geklärt werden konnten. Bei 212 Unfällen wurden Menschen verletzt, darunter fünf Kinder. Tödliche Unfälle gab es im vergangenen Jahr im Bereich der Ottobrunner Polizei nicht. „Die steigenden Unfallzahlen sind auch der permanent steigenden Verkehrsbelastungen in unseren Gemeinden geschuldet. Vor allem die Unfallfluchten in den großen Gewerbegebieten machen uns Sorge“, sagt Ganserer und appelliert zu mehr Rücksichtnahme und Aufmerksamkeit.

mm

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