Dramatischer Vorfall im Hambacher Forst: Journalist aus großer Höhe abgestürzt

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Auch der Chef packt mit an: (v.l.) Inspektionsleiter Armin Ganserer und seine Kollegen Johann Wittl und Peter Gauser schleppen Umzugskartons.

Ottobrunner Inspektion zieht um

Polizeieinsatz im Umzugswagen

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Die Ottobrunner Inspektion zieht von Riemerling nach Ottobrunn in ein neues Gebäude am Haidgraben. Wir haben die Beamten beim Umzug begleitet. 

Ottobrunn – Mit Schweißperlen auf der Stirn hebt Robert Fritsch einen Rechner in das Polizeifahrzeug. Dann geht er schnell auf die Seite, denn seine Kollegen schleppen bereits die nächsten Computer an. „Sie müssen sicher stehen“, sagt der Vize-Chef der Ottobrunner Polizei. An diesem Dienstag ist er ausnahmsweise nicht in Uniform unterwegs. Zur blauen Jeans trägt er ein graues Shirt und graue Turnschuhe. Dass er Polizist ist, ist nur an der Dienstwaffe erkennbar. Sie hängt an seinem Gürtel. „So geht sie nicht verloren beim Umzug“, sagt Robert Fritsch.

Die Inspektion kehrt heim in den in den Ort, den sie im Namen trägt. Nach 34 Jahren ziehen die Beamten von ihrem Dienstgebäude an der Robert-Bosch-Straße in Hohenbrunn-Riemerling nach Ottobrunn. Die neue Adresse, Haidgraben 1b, liegt zwischen der Volkshochschule Südost und dem Zweckverband München Südost.

Seit dem Morgen wuseln Mitarbeiter einer Umzugsfirma durch die Räume der alten Dienststelle. Sie stapeln Computerbildschirme in Umzugskisten, tragen Regale aus den Büros und hieven Schreibtischstühle aus dem Fenster auf den eigens montierten Lastenaufzug an der Außenwand. Von dort fährt die Ladung hinunter auf die Straße, wo bereits Emir Karalegovic wartet. Er lupft die Stühle in den Umzugs-Lastwagen.

Sensibles Gut: Die Computer werden standsicher mit dem Polizeibus in die neue Dienststelle transportiert. Auch Vize-Inspektionsleiter Robert Fritsch hilft mit.

Ortswechsel. Die schwarze Fassade der neuen Inspektion am rund drei Kilometer entfernten Haidgraben in Ottobrunn wirkt beinahe bedrohlich. Armin Ganserer und seine Kollegen Johann Wittl und Peter Gauser – alle ebenfalls in zivil – tragen Pappkartons ins Haus. „Ein Umzug ist sehr stressig“, sagt Inspektionsleiter Ganserer. Doch die Freude überwiege. Als er in den lichtdurchfluteten Aufenthaltsraum im Erdgeschoss geht, spricht er vom Glück, dass die Polizei Ottobrunn mit dem neuen Dienstgebäude hat. Das Haus sei vorher ein Lager gewesen. „Der Vermieter hat es entkernt und die Wände so eingezogen, wie wir wollten.“ Dabei sind großzügige Räume entstanden. Die Besucher im Warteraum und die Beamten im Wachdienst haben nun deutlich mehr Platz. Die Polizisten brauchen den auch, denn Videokameras überwachen das ganze Areal um das Gebäude herum. Das sei für die Ottobrunner Inspektion eine Neuerung, gehöre aber inzwischen zum Sicherheitsstandard, sagt Ganserer. Auf den Monitoren im Wachraum sehen die Beamten, was draußen passiert.

Es ist ruhig am ersten Tag im neuen Dienstgebäude. Nur wenige Polizisten laufen in den weiß gestrichenen Fluren umher. Viele haben frei, vier sind im Einsatz, sagt Ganserer. Er ist froh, dass er und seine Kollegen ab sofort in Ottobrunn arbeiten. Von der neuen Dienststelle aus erreichen die Polizisten schneller die Haupt- und Bundesstraße sowie die Autobahnen.

Neu, groß und modern ist die Polizeiinspektion am Haidgraben in Ottobrunn.

Wer dem Polizei-Chef in die erste Etage folgt, kommt am Aufzug vorbei. Das Haus sei neuerdings barrierefrei und es gebe behindertengerechte Toiletten, sagt er. Im ersten Stock sind neben weiteren Büros und Besprechungszimmern die Umkleiden mit Holz-Spinden untergebracht. Daran grenzt eine Dusche an, in der sich vier Personen waschen können. „In der Alten wollten wir nicht einmal mit Badelatschen duschen“, sagt Ganserer und lacht.

Möchte er in seinem Büro arbeiten, geht er eine Etage höher. Einen Teil des alten Mobiliars haben er und seine Kollegen mit nach Ottobrunn genommen, der Rest ist neu. Auf Ganserers Schreibtisch steht das Nötigste – Computer, Telefon, Ablagen für Dokumente und zwei Bilderrahmen. Bis das neue Gebäude komplett eingerichtet ist, dauere es aber noch eine Weile, sagt er. Für die Bürger soll das keine Rolle spielen. Für sie ist die Ottobrunner Polizei vom neuen Domizil aus ab sofort voll im Einsatz.

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