An der neuen Straße: Sohn Peter Ibler (vorne) mit (v.l.) Vorstand Klaus Ortmeier, Kassenwart Daniel Modrow, Kommandant Eduard Klas und Bürgermeister Thomas Loderer.
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An der neuen Straße: Sohn Peter Ibler (vorne) mit (v.l.) Vorstand Klaus Ortm eier, Kassenwart Daniel Modrow, Kommandant Eduard Klas und Bürgermeister Thomas Loderer.
Mit seinem Gemeindewappen: Ernst-Ludwig-Ibler.
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Mit seinem Gemeindewappen: Ernst-Ludwig-Ibler.

Besondere Ehrung

Straße nach Brandmeister Ibler benannt

Wenn die Freiwillige Feuerwehr Ottobrunn ausrückt, ist Ernst-Ludwig Ibler heute noch präsent.

Ottobrunn Als Brandmeister bildete er über zwei Jahrzehnte junge Feuerwehrleute aus. Wer nicht durch Iblers Schule ging, kann seit Freitag wenigstens durch seine Straße gehen. Nur der Notarzt musste den Festakt etwas früher verlassen und rückte zum letzten Einsatz aus der Waldhornstraße aus, ehe diese um 18.21 Uhr in „Ernst-Ludwig-Ibler-Straße“ umgetauft wurde und jetzt an das große Engagement des 2016 im Alter von 88 Jahren verstorbenen Ottobrunners erinnert.

„Er wurde wohl schwer vermisst als er die Ausbildung aufgab“, sagt Daniel Modrow. Der 38-Jährige ist Kassenwart und Vorstandsmitglied der Feuerwehr. Im Gemeinderat, in dem Modrow der CSU-Fraktion angehört, setzte er sich für den Wunsch der Feuerwehr ein, dem verdienten Kameraden ein Denkmal zu setzen. Sich selbst hat Ibler schon zu Lebzeiten ein Denkmal gesetzt und mit seiner Ausbildung die Feuerwehr Ottobrunn bis heute geprägt. „Streng und korrekt, aber einfach menschlich. Er hat es mit Herz gemacht“, erzählt Gruppenführer Wolfgang Aumüller.

Schöpfer des Gemeindewappens

Als Ernst-Ludwig Ibler 1959 der Freiwilligen Feuerwehr beitrat, ist er mit 32 Jahren schon älter. „Heute beginnt man so mit 15 bei uns“, sagt Daniel Modrow. Ibler brachte damals jedoch schon jede Menge Erfahrung mit. So leistete er in den letzten Jahren des Zweiten Weltkriegs bereits als Jugendlicher Löschdienst. Zusätzlich zur Feuerwehr fuhr er auch mit der Johanniter-Unfallhilfe in den Einsatz und wurde mit der Goldenen Ehrennadel der Gemeinde ausgezeichnet. Bei der Feuerwehr ernannte man ihn 1966 zum Löschmeister, bis zu seinem Ausscheiden gehörte er dem Verwaltungsrat an. Mit dem Rang des Brandmeisters erlangte Ibler die höchste Position, die neben den Kommandanten möglich ist.

Auf jedem Feuerwehrauto verewigt

Doch Ernst-Ludwig Ibler engagierte sich auch noch an anderer Stelle. Als Ottobrunn 1955 von Unterhaching unabhängig wurde und in den Rang einer Gemeinde aufstieg, schrieb man einen Ideenwettbewerb aus, um ein Wappen für die Gemeinde zu finden. „Kaum eine Gemeinde hatte das Glück, den Schöpfer ihres Wappens kennenzulernen, Ottobrunn schon“, sagt Bürgermeister Thomas Loderer. Der damals 28-Jährige Grafiker Ibler sandte seinen Vorschlag ein und konnte sich gegen zahlreiche andere Vorschläge durchsetzen. Seither schmückt das blaue Wappen mit der silbernen Ottosäule, die von zwei silbernen Tannen flankiert ist, jedes Fahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr. „Auf die ersten Autos hat er das Wappen noch selbst per Hand aufgemalt“, erzählt Feuerwehrmann Klaus Fischer. Korbinian Bauer

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