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„Bennet“ zerzaust den Landkreis

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Von: Sebastian Schuch

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Geknickt: Ein abgebrochener Kiefernast legte in Ottobrunn einen Laternenmasten um.
Geknickt: Ein abgebrochener Kiefernast legte in Ottobrunn einen Laternenmasten um. © Foto: Feuerwehr Ottobrunn

Sturmtief „Bennet“ hielt die Feuerwehren im Landkreis München am Montag und Dienstag auf Trab. Die Bilanz fällt überraschend glimpflich aus.

Landkreis – Mit bis zu 100 Stundenkilometern fegte Sturmtief „Bennet“ über den Landkreis hinweg. Rund 40 Mal musste die Feuerwehr deshalb alleine am Montag landkreisweit ausrücken.

Am spektakulärsten war wohl der Einsatz am Montagabend um 19.15 Uhr in der Mozartstraße in Ottobrunn. Dort wehte „Bennet“ einen Baum immer wieder gegen eine Strom-Oberleitung. Durch den Funkenschlag entzündete sich das Geäst, berichtet die Polizei. Die Feuerwehr rückte an, löschte das Feuer und fällte den Baum. Derweil wurde der Strom in zwei Häusern abgestellt.

Schon ein paar Stunden zuvor, um 13.30 Uhr, sorgte ein abgebrochener Ast im Haidgraben in Ottobrunn für einen größeren Einsatz. Der Kiefernast flog mit einer solchen Wucht auf eine Laterne, dass diese umkippte. Ast und Laterne fielen auf die Straße und beschädigten zwei geparkte Autos.

Einsätze wegen umgefallener Bäume gab es etwa auch an der Forstwirt-Kreuzung bei Harthausen und am Autobahnkreuz München-Süd. Zur Sicherheit blieb auf der A 8 in Richtung Salzburg die rechte Spur bis Dienstagfrüh gesperrt. Weitere Bäume sind zum Glück nicht auf die Autobahn gefallen.

So viele Einsätze wie nie: Rekordjahr der Feuerwehr Hohenschäftlarn.

Sturmtief „Bennet“: Herabfallende Baumteile beschädigen S-Bahn-Oberleitung

Beinahe wäre „Bennet“ auch den Pendlern in die Quere gekommen: Am Montagabend, kurz vor 21 Uhr, meldete die S-Bahn, dass zwischen Höhenkirchen-Siegertsbrunn und Aying, genauer gesagt bei Dürrnhaar, die Oberleitung durch einen Baum beschädigt worden sei. Als eine S-Bahn an der betroffenen Stelle vorbeifuhr, wurde sie ebenfalls beschädigt, konnte aber noch bis Dürrnhaar fahren. 

Ticker: Alle Infos und Entwicklungen zu Sturmtief „Bennet“.

Wegen der beschädigten Oberleitung endete die S 7 aus München kommend in Höhenkirchen-Siegertsbrunn. Zwischen Kreuzstraße und Aying pendelte die S-Bahn. In der Nacht fuhr auf der Strecke ein Taxi-Schienenersatzverkehr, Bahn-Techniker reparierten ab Mitternacht die Oberleitung. Pünktlich für den Berufsverkehr, um 6.30 Uhr Dienstagfrüh, waren die Probleme aber behoben. 

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