Bauherr plant um

Tiefgarage plötzlich gestrichen

  • schließen

Erst plant der Grundbesitzer eine Tiefgarage, dann streicht er sie plötzlich. Mal so, mal so - da spielen die Kommunalpolitiker nicht mehr mit.

Die Ottobrunner Ratsmitglieder sind sauer. Daraus machten sie im Planungsausschuss keinen Hehl. Ihren Ärger hat der Eigentümer der beiden Grundstücke an der Beethovenstraße 14-16 auf sich gezogen. „Erst werden wir mit einer Tiefgarage geködert und man erhofft unsere Zustimmung, und dann kommt die Tektur“, sagte Gemeinderat Reinhard Pohl (BVO) sichtlich genervt. Viele Mitglieder des Planungsausschusses schlossen sich dieser Meinung an. Der Grund für den Ärger: Der Grundbesitzer, der auf dem Areal bauen möchte, hatte in den ersten Plänen eine Tiefgarage eingeplant. Diese hat er aber nun, „wohl aus Kostengründen“, wie Bürgermeister Thomas Loderer (CSU) sagte, aus dem Vorhaben gestrichen. Auch für ihn eine „unerfreuliche Situation“. 

Denn fordern könne die Gemeinde die Tiefgarage nicht. Vergleichbare Immobilien in der Umgebung hätten auch keine unterirdischen Stellplätze. Über die „Freiwilligkeit habe ich mich deshalb sehr gefreut“, betonte er. Die gibt es nun aber nicht mehr. Dabei sei der Grundsatzbeschluss für das Projekt „mit der Maßgabe positiv ausgefallen, dass eine Tiefgarage gebaut wird“, erinnerte Dieter Wax (SPD) das Gremium. 

So abspeisen lassen will sich der Ausschuss aber nicht. Er beschloss, den Bebauungsplan vorerst nicht zu ändern. Der Punkt wurde vertagt – und damit das Projekt insgesamt. Die Gemeinde will noch einmal das Gespräch mit dem Bauherrn suchen und über die Tiefgarage verhandeln. Mit einer klaren Botschaft, wie der Rathauschef sagte: „Wir werden dem Antragsteller sagen, dass wir uns vorbehalten, den Bebauungsplan nicht mehr mit solchem Nachdruck zu verfolgen“, sollte er die Tiefgarage nicht errichten.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Paketzusteller fünfmal bekifft erwischt
Fünfmal hintereinander ist ein Paketzusteller in Unterföhring wegen Drogenkonsums am Steuer angezeigt worden.
Paketzusteller fünfmal bekifft erwischt
Gelungener Aufstand
Sauerlach - Der Entschlossenheit von 114 Sauerlachern ist es zu verdanken, dass im Ort ein idyllisches Fleckchen an der Ecke Pechlerweg/Hubertusstraße erhalten bleibt – …
Gelungener Aufstand
Schreiber schafft es, Bach nicht
Fünf Abgeordnete vertreten den Landkreis München künftig im Bundestag - darunter ziemlich überraschend Eva Schreiber für „Die Linke“. Nur für die SPD ist‘s bitter. 
Schreiber schafft es, Bach nicht

Kommentare