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Das Dach im Phönix-Bad ist undicht.

Teure Sanierung notwendig

Undichtes Dach im Ottobrunner Phönix-Bad

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Erst die Ferdinand-Leiß-Halle, nun das Phönixbad: Ottobrunn hat Pech mit den Dächern. Im Bad tropft‘s durch die Decke - eine Millionen-Investition.

Ottobrunn – Die Sanierung der Ferdinand-Leiß-Halle wird teurer als geplant: Im Ottobrunner Bauausschuss hat das zuständige Architekturbüro Kaufmann seine Kostenschätzung nach Abschluss der Entwurfsplanung vorgelegt – und die beinhaltet Mehrausgaben von 162 600 Euro. Keine große Summe angesichts der kalkulierten 8,5 Millionen Gesamtkosten. Architekt Stefan Feldhoff konnte die Steigerung plausibel begründen, der Bauausschuss stimmte zu. Dem Votum dürfte der Gemeinderat folgen.

Doch die nächste Baustelle tut sich auf. Und die könnte ebenfalls richtig viel Geld kosten. Das nächste Dach – gleich neben der Leiß-Halle – ist marode: im Phönix-Bad. Seit gut eineinhalb Jahren tauchen immer wieder undichte Stellen auf, „wir mussten da und dort flicken“, sagt Werner Müller, Geschäftsführer der Sportpark GmbH und Leiter der Abteilung Bautechnik im Rathaus, auf Nachfrage. Es tropft durch die abgehängte Decke. Nur wo das Dach undicht ist, bleibt unklar. Die Stelle muss nicht zwingend dort liegen, wo es tropft. Heißt: Das Dach muss auf 2200 Quadratmetern komplett saniert werden. Kosten: 1,25 Millionen Euro, schätzt Müller. Im besten Fall. Die müssen anteilig von der Sportpark GmbH aus eigen erwirtschafteten Mitteln und von der Gemeinde getragen werden.

Der schlimmste Fall würde ein Vielfaches an Kosten verursachen. Nämlich, wenn die sogenannte Trapezblechschale der Dachkonstruktion erneuert werden muss. „Da haben wir gerade Proben entnommen, die bis Ende September labortechnisch untersucht werden“, sagt Müller. So lange lässt sich keine Kostenschätzung für den schlimmsten Fall abgeben. An diesen will Müller auch noch gar nicht denken. Ein kaputtes Trapezblech wäre für ihn die „Horrorvorstellung schlechthin“, denn das würde neben horrenden Kosten auch eine etwa halbjährige Schließung des weit über Ottobrunns Gemeindegrenzen hinaus beliebten Bades bedeuten. „Das könnten wir nicht mehr im laufenden Betrieb bewerkstelligen, wie die jetzt geplante Dachsanierung.“ Hieße: Zur teuren Sanierung kämen fehlende Einnahmen.

Und wie viele der mittlerweile gut 400 000 Gäste aus der ganzen Region pro Jahr, darunter viele Stammgäste, das Phönix Bad dann dauerhaft verlieren würde, daran will Müller ebenso wenig denken wie an den Einnahmenausfall. „Ich bin optimistisch“, betont er, gibt aber auch im Falle positiver Nachrichten aus dem Labor zu bedenken: „Die Frage ist auch: Wie lange hält das Trapezblech noch? Das müssen wir genau abwägen.“

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