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Das Herzstück: das Atrium im Neubau.

Unterricht beginnt am neuen Gymnasium Ottobrunn

Lernumfeld auf Top-Niveau

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Ottobrunn - Für 1163 Schüler startet der Unterricht am Montag im völlig neu gestalteten Gymnasium Ottobrunn.  Sie werden ihre Schule kaum wiedererkennen.

Vor dem Haupteingang dreht ein Arbeiter Schrauben in die Sitzbänke, drinnen wird gesaugt. Kisten mit Geodreiecken warten darauf, ausgepackt zu werden bunte Stühle stehen gestapelt in großen, lichtdurchfluteten Räumen mit viel Glas. Unzählige Laptops im Computerraum erhalten zeitgleich das neueste Windows-Programm, ein Techniker verschwindet, auf der Leiter stehend, mit dem Kopf in der abgehängten Raumdecke, um Kabel zu verbinden. Immer wieder läutet die Schulglocke. Funktioniert. 

Im Gymnasium Ottobrunn geht’s zu wie im Bienenstock. Wochenend-Dienst und Nachtschichten stehen an. „Bis Montag sind wir fertig“, sagt Johann Mader, stellvertretender Geschäftsleiter des Zweckverbands Staatliche weiterführende Schulen im Südosten des Landkreises München, optimistisch. 

Dann ziehen 1163 Schüler zurück in „ihr“ Gymnasium Ottobrunn. Nach 21 Monaten Bauzeit startet dort nun nach den Osterferien wieder der Unterricht. Die Zeiten beengter Nachbarschaft am Gymnasium Höhenkirchen-Siegertsbrunn sind vorbei. Aufatmen bei allen. Während sich die Schulfamilie einen deutlich früheren Umzug gewünscht hätte, betont Mader, wie „ehrgeizig“ die 21 Monate waren. „Ein Parforceritt. Eigentlich dauert so etwas 24 Monate.“ Und letztlich sind auch die Eltern angetan. 

„Das Ergebnis ist es wert“, sagt Elternbeirats-Vorsitzende Alexandra Herfurtner mit Blick auf die Verzögerung der Fertigstellung. „Sehr anspruchsvoll und vielversprechend“, urteilt sie nach einer Führung Mitte Februar über den Neubau. 

Ein ganz neues Lernen erleben ab Montag vor allem die Kinder der Klassen fünf bis neun. Sie werden in „Clustern“ unterrichtet, jeweils eine „Lernlandschaft“ für jede Stufe, mit großzügigem, kreisförmigem Flur, von dem fünf offene Klassenzimmer mit vielen Glaselementen abgehen. Nur eines der Zimmer hat eine Tür. „Dort werden Prüfungen geschrieben“, erläutert Patricia Hüfner vom Schulzweckverband. Jede Jahrgangsstufe hat eine eigene Farbe. Die Neuntklässler lernen in Blau: Fußböden, Sanitärräume, Stühle und Fensterrahmen tragen einheitliche Farbe. 

Doch das Interieur ist in jedem „Cluster“ gleich. Glas trifft Furnier-Echtholz, alles modern und schick. „Wohncharakter, der positiven Einfluss auf die Motivation der Schüler haben soll“, sagt Mader. Ob’s wirkt, wird sich zeigen. 

Die Stufen zehn bis zwölf bleiben im Altbestand, dem Bauteil C. Auch der wurde aber renoviert, ebenso wie die Mensa, auch die Einfach-Turnhalle blieb. Alles andere ist neu: „Lernlandschaften“ im zweiten Obergeschoss, Fachräume und Verwaltung darunter und ein sehr großer offener Eingangsbereich mit Bibliothek, Kunst-, Werk- und Musikräumen im Erdgeschoss. Der Clou: „Für Konzerte kann die Trennwand weggeschoben werden“, erläutert Mader. Dann wird das Klavier sichtbar, Musiker finden Platz. Noch steht das Piano eingepackt im Eingang. 

Auch das äußere Erscheinungsbild des Schulareals hat sich durch das 37,4-Millionen-Euro-Projekt verändert. Die Zweifachturnhalle ist abgerissen, die Lehrer bekommen neue Parkplätze, am 26. April beginnen die Bauarbeiten fürs nächste Großprojekt, wo derzeit große Kiesberge lagern: die Dreifachturnhalle an der südöstlichen Ecke des Gymnasiums. Bauzeit: 18 Monate. Erst danach verschwinden die letzten Bagger und Baugruben am Karl-Stieler-Weg 11. 

Bilder: So sieht das neue Ottobrunner Gymnasium aus

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