Die U 5 am Bahnhof Neuperlach-Süd.
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Von hier aus geht’s weiter: Die U 5 soll von Neuperlach-Süd bis Taufkirchen verlängert werden.

Mögliche Pendler-Bahnhöfe in Neubiberg, Ottobrunn und Taufkirchen

Verlängerte U 5: An welchen Bahnhof kommen Park&Ride-Anlagen?

  • vonAndreas Sachse
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Dass die U-Bahnlinie U5 bis Neubiberg, Ottobrunn und Taufkirchen verlängert werden soll, ist beschlossene Sache. Jetzt wird untersucht, an welchen Bahnhöfen Park&Ride-Anlagen sinnvoll sind.

Landkreis –Ausreichend Busse und Park&Ride stärken das Profil der neuen U 5 als wichtiger Bestandteil der Mobilitätswende. Die bis Taufkirchen verlängerte U-Bahn zählt zu den bedeutendsten Infrastrukturmaßnahmen im Landkreis. Durch die Übernahme eines Teils der Planungskosten hält der Kreis das Projekt am Laufen (siehe Kasten rechts).

Ab Neuperlach-Süd über Neubiberg bis zum Technologie- und Innovationspark (TIP) in Ottobrunn und Taufkirchen bedient die verlängerte U 5 hochrangige Standorte der Forschung und der Wissenschaft. Auf dem überwiegend auf Taufkirchner Flur liegenden TIP und dem Campus der TU München sind renommierte wissenschaftliche Einrichtungen, Industrieunternehmen und Start-ups angesiedelt. Abgesehen von den zahllosen Pendlern, die die neue Linie in den Südosten nutzen, sollen den Campus wenigstens 4000 Studenten ansteuern, um an Europas größter Fakultät für Luft- und Raumfahrt zu forschen.

Man rechnet mit täglich bis zu 20 000 Pendlern.

Alles in allem rechnet man mit täglich bis zu 20 000 Pendlern, 20 Millionen Auto-Kilometer würden auf die Schiene verlagert. Die U 5 soll am Ludwig-Bölkow-Campus enden, nördlich des Gewerbegebiets Brunnthal-Nord. 15 Jahre dürften bis dahin wohl noch ins Land gehen. Irgendwann könnte die U 5 sogar bis Brunnthal fahren. Busse allein jedenfalls reichen nicht aus. Schon im Juni hatte Landrat Christoph Göbel (CSU) betont, „dass solch bedeutende Ansiedlungen ein echtes Rückgrat im MVV brauchten“. Die U-Bahn ist nach Ansicht aller Fraktionen das geeignete Verkehrsmittel.

Park&Ride soll den Umstieg vom Auto auf die Bahn schmackhaft machen.

Park&Ride entlang der Trasse soll den Umstieg vom Auto auf den Nahverkehr schmackhaft machen. Das Landratsamt folgt einem Antrag der SPD, zu prüfen, an welchen Haltestellen der verlängerten U 5 Park&Ride-Angebote Sinn machen. In dem Zusammenhang spielt Landrat Göbel mit dem Gedanken, den Süden neu zu überplanen. Eine Seilbahn im Hachinger Tal? Eine Magnetschwebebahn vom Isartal ins Würmtal? „Wir sollten den gesamten Raum in Frage stellen“, meinte Göbel: „Wie muss Infrastruktur aussehen, dass Verkehr auch in Zukunft funktioniert?“

Die Haltestellen für die verlängerte U-Bahnlinie U5 sind noch nicht in Stein gegossen.

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