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Großer Andrang beim Nikolaus: Inzwischen gibt es ein Absperrband, damit die Kinder sich beim Schokolade-Abholen nicht gegenseitig erdrücken.

40. Ottobrunner Christkindlmarkt

Ramsch ist hier unerwünscht

Ottobrunn - Das Wetter zum 40. Ottobrunner Christkindlmarkt war zwar alles andere adventlich, das störte die Besucher aber keineswegs, im Gegenteil. „Wenn’s warm ist, kommen die Leute erst recht“, sagt Susanne Vordermaier vom Verein „Ottobrunner Christkindlmarkt“.

Seit 25 Jahren organisiert die Ottobrunnerin den Markt auf dem Rathausplatz. Ob der Jubiläumsmarkt mit dem Rausgeh-Wetter den Besucherrekord knacken könnte, vermochte Vordermaier am Samstag noch nicht einzuschätzen. Bereits am Samstagvormittag drehten weit mehr Besucher als sonst ihre Runde über den Christkindlmarkt, es sei ja auch „der schönste im ganzen Landkreis“, betont Vordermaier selbstbewusst. Sie habe „Anfragen ohne Ende“ von potenziellen Ausstellern, jedoch: Der Verein achtet auf Qualität. „Wichtig ist uns, eine Mischung anzubieten.“ Ramsch ist unerwünscht. Zwei Stände, die Socken anbieten, wird man in Ottobrunn nicht finden. Essen und Trinken dürfen einzig Ottobrunner Vereine verkaufen. 

47 Stände gab es heuer, doppelt so viele wie vor 40 Jahren. Damals fand der Christkindlmarkt auf dem Gebiet „Alte Schwaige“ statt, dort, wo heute das Waldschlössl steht. Mit der Entstehung der Ortsmitte vor 26 Jahren zog der Markt auf den Rathausplatz um. Der Christkindlmarkt-Verein sei im Laufe der Jahre „zu einer großen Familie“ zusammengewachsen. Vor dem Markttreiben stellen Mitglieder die Stände selbst auf, danach bauen sie alles selbst ab. Zur Belohnung und zum Ausklang gibt’s ein gemeinsames Abendessen. Auch das Rahmenprogramm ist ein Selbstläufer. Die Harmonie Neubiberg etwa ist seit Anfang an dabei, „da muss man nicht mehr groß telefonieren und organisieren“, sagt Vordermaier. 

Aufregung herrscht, wenn der Nikolaus kommt. Bis zu 200 Kinder stehen dann an der Rathaustreppe und möchten beschenkt werden, wobei die meisten Mandarinen verschmähen und Schokolade fordern. Mittlerweile arbeitet der Verein mit einem Absperrband, damit sich die Kinder nicht gegenseitig erdrücken auf ihrem Weg zum Schokoglück.

Veronika Jordan

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