+
Andreas C. macht vor Gericht keine Angaben. 

Er bestritt den Vorwurf

Rentnerin fast totgeprügelt: Mordmotiv nicht ausreichend nachgewiesen - Prozess neu aufgerollt

  • schließen

Der 27-jährige Andreas C. wurde wegen des Mordversuchs an einer Seniorin zu acht Jahren Haft verurteilt. Doch jetzt muss der Prozess neu aufgerollt werden.

Ottobrunn – Zum zweiten Mal muss das Landgericht München I über einen Mordversuch an einer alten Dame verhandeln. Monika K. war im März 2016 an der Haustür in Ottobrunn (Kreis München) von einem Hausmeister überfallen und zusammengeschlagen worden.

Der 22-jährige Andreas C. bestritt den Tatvorwurf. Er wurde dennoch im Dezember 2017 zu acht Jahren Freiheitsstrafe verurteilt. Das Urteil hielt vor dem Bundesgerichtshof (BGH) nicht. Allerdings aus einem anderen Grund. Das Mordmotiv der Straftat-Verdeckung sei nicht ausreichend nachgewiesen worden, rügte der BGH. Gestern nun wurde das Verfahren wieder aufgerollt. Der Angeklagte schwieg.

Rentnerin in Ottobrunn fast totgeprügelt: Das Ersturteil

Laut Ersturteil hatte sich der Slowake in seiner Freizeit gerne in Wettbüros herumgetrieben. Die Schulden konnte er irgendwann nicht mehr begleichen und beging diverse Einbrüche. Über seinen Chef, der bei Monika K. Garten- und Schneeräumarbeiten übernommen hatte, wusste der 22-Jährige, dass die Seniorin allein in ihrem Haus wohnte und immer Bargeld daheim hatte.

Am besagten Märzabend begab sich der Hausmeister in die Unterhachinger Straße in Ottobrunn. Seine finanzielle Situation war desolat. Er lebte in einem Kellerzimmer. Monika K. öffnete sofort, sie hatte mit Verwandtenbesuch gerechnet. Der Angeklagte stieß sie rasch zu Boden, die 86-Jährige stürzte über eine Treppenstufe, schlug sich den Kopf an einer Vase an und erlitt eine stark blutende Platzwunde. Hilflos ruderte sie mit den Armen umher, bekam ein Hosenbein des Angeklagten zu fassen. Der verabreichte ihr daraufhin einige Schläge und Tritte gegen den Kopf, bis sie das Bewusstsein verlor. Währenddessen durchsuchte der Täter das Haus, erbeutete verschiedene Goldkettchen und Armbänder. Den wertvollen Schmuck, der zwischen mehreren Lagen Bettdecken lagerte, wie auch 1000 Euro Bargeld in einer Küchenschublade fand der Einbrecher nicht. Als Monika K. wieder zu Bewusstsein kam, konnte sie per Haus-Notruf um Hilfe bitten. Der Prozess dauert an. 

Lesen Sie auch:  Mann aus Umgebung Rosenheim vermisst - in blutverschmiertem Unterhemd unterwegs

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Klimaneutral leben: Familie wagt das Experiment
Um das Klima zu retten, müssen alle ihren ökologischen Fußabdruck reduzieren. Familie Pinzler-Wessel wagte den Versuch. Sie lebte ein Jahr klimaneutral. Das Ergebnis.
Klimaneutral leben: Familie wagt das Experiment
Zu viel Bäume gefällt? Neubiberger sorgt sich um Schopenhauer Wald
Ein Neubiberger sorgt sich um den Schopenhauer Wald. Die Gemeinde spricht von Vorbereitungen auf den Klimawandel. Das lässt er nicht gelten.
Zu viel Bäume gefällt? Neubiberger sorgt sich um Schopenhauer Wald
Frau fährt Verkehrszeichen um und landet im Feld
Eine Frau ist bei Höhenkirchen-Siegertsbrunn von der Straße abgekommen und in ein Feld gefahren. Das Auto ist jetzt Schrott.
Frau fährt Verkehrszeichen um und landet im Feld
Speiche verfängt sich in Hinterrad - Radfahrer ohne Helm am Kopf verletzt
Den Helm hatte ein 36-jähriger Radfahrer bei einem Sturz in Grünwald dabei, nur aufgesetzt nicht. Deshalb musste er mit einer Platzwunde ins Krankenhaus gebracht werden.
Speiche verfängt sich in Hinterrad - Radfahrer ohne Helm am Kopf verletzt

Kommentare