Paduretu gibt bereits die neuen Ziele aus

- VON UMBERTO SAVIGNANO Unterhaching - Aufatmen dürfen sie, die Volleyballer des TSV Unterhaching, ausruhen aber keinesfalls. Nachdem zuletzt durch das 3:2 über den VC Markranstädt das große Ziel, Platz acht und damit der direkte Klassenerhalt und die Teilnahme an den Play offs, abgehakt werden konnte, und sogar der siebte Rang, durch den man im Viertelfinale dem hohen Titelfavoriten VfB Friedrichshafen aus dem Weg gehen würde, ebenfalls gesichert scheint, hat Trainer Mihai Paduretu gleich neue Vorgaben definiert: "Wenn wir noch zwei Mal gewinnen, können wir Sechster oder vielleicht sogar noch Fünfter werden."<BR>

Wo seine Mannschaft die beiden Siege in den verbleibenden vier Punktspielen noch holen soll, ergibt sich bei einem Blick auf den Terminplan eigentlich von selbst. Ein Erfolg wäre demnach an diesem Samstag (20 Uhr) beim Oststeinbeker SV fällig, ein weiterer Ende März im abschließenden Match beim VV Leipzig. Dazwischen ist zuhause gegen Friedrichshafen und beim SCC Berlin, realistisch betrachtet, wohl nichts drin.<P>Hachings aktueller Gastgeber, der Aufsteiger aus Oststeinbek bei Hamburg, wird die Erste Liga vermutlich sofort wieder verlassen müssen. Auf die leichte Schulter werde man die Norddeutschen, die als Vorletzter erst drei Siege verbuchen konnten, aber bestimmt nicht nehmen, verspricht Patrick Schwaack: "Die Gefahr, Oststeinbek zu unterschätzen sehe ich nicht, weil uns der Mihai auf jeden Gegner perfekt einstellt." Und unter diesen Voraussetzungen sei auch klar, wer die Halle als Sieger verlassen werde, so der Außenangreifer weiter: "Deshalb werden wir gewinnen."<P>Ein wenig werden sich die Unterhachinger am Samstag an ihre eigene Vergangenheit erinnert fühlen: Die Spielstätte im hohen Norden ist nämlich besonders niedrig: Sieben Meter liegen nur zwischen Feld und Hallendecke, Oststeinbek darf lediglich dank einer Sondergenehmigung für Neulinge dort spielen. Um sein Team an die Verhältnisse zu gewöhnen, ließ Paduretu diese Woche in der Turnhalle des Gymnasiums trainieren, die als Bundesliga-Austragungsort seit vergangenen Herbst ausgedient hat. Die Erinnerung an frühere Zeiten, als den Spielern in Unterhaching auch nur acht Meter Luft nach oben blieben, sollte ausreichen, um Oststeinbeks Heimvorteil einigermaßen auszugleichen.<P>Im Falle eines Sieges könnten die an sechster Stelle liegenden Hachinger vielleicht sogar schon einen Rang nach oben klettern, denn am vergangenen Wochenende versprach ihnen Markranstädts Manager Michael Nickeleit Schützenhilfe mit einem Erfolg über den Fünften Bayer Wuppertal: "Wir sind in Wuppertal sowas von verpfiffen worden, dass wir euch diesen Gefallen gerne tun wollen."<P>

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