Ruhige Musik als Vorbereitung auf die Osterzeit: die „No Names“-Bläser der Stadtkapelle Unterschleißheim spielen in St. Korbinian. foto: Michalek

Am Ende staad und ohne Beifall

Unterschleißheim - Innehalten, sich besinnen, aufs Osterfest vorbereiten und „am Ende staad und ohne Beifall heimgehen, damit es nachwirken kann": Das wünschte sich Organisator und Sprecher Ulrich Hufnagl beim Passionssingen in St. Korbinian in Unterschleißheim.

Sein Wunsch ging in Erfüllung und dazu trugen auch die andächtigen Gesänge und Musikstücke bei. Die „Marbacher Deandl“ und die „Menzinger Sänger“ stimmten Passionslieder an und die Unterschleißheimer „Soatnmusi“ und die „No Names“-Bläser der Stadtkapelle Unterschleißheim steuerten passende Weisen bei.

Die Musik umrahmte die Texte, mit denen Ulrich Hufnagl die letzten Lebensstationen Jesu in Erinnerung rief und mit denen er dazu ermuntern wollte, sich eigene Gedanken zum Leiden und Sterben zu machen. So zitierte er unter anderem Papst Franziskus, der beim Weltjugendtag in Südamerika die Frage „Wer bin ich?“ in vielfältiger Weise stellte: Wer bin ich vor Jesus? Gehöre ich zu denen, die ihn fassen wollen, die ihn verraten, die zu Gericht sitzen, die zum Schwert greifen, die sich über Jesus‘ Demütigungen lustig machen oder zu den Mutigen, die sein Kreuz trugen? Die Suche nach der Antwort führt laut Papst Franziskus auch zur entscheidenden Frage: „Wo ist mein Herz?“.

Die Buben und Mädchen hatten vor dem traditionellen Passionssingen, dessen Spendenerlös der Aktion „Für das Leben“ (Hilfe für Mütter und Kinder in Not) zugute kommt, bereits einen religiösen Brauch gepflegt: Rund 50 Mädchen und Buben kamen zum Palmbuschenbinden ins Pfarrheim und trugen ihre Palmbuschen bei der Vormittags-Prozession.

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