Paul Klee und das Motiv der Schiffe: Lichtbildervortrag

Oberschleißheim - Der Künstler Paul Klee (1879 – 1940) hinterließ auch in Oberschleißheim Spuren. Denn vor 100 Jahren leistete der Maler am Ort seinen Militärdienst – und malte auch.

 Weil sich während des Ersten Weltkriegs der erhoffte „Blitzsieg“ nicht einstellten wollte, wurden in Bayern nach und nach alle wehrfähigen Männer eingezogen. Dazu zählte auch Paul Klee. Der Fronteinsatz blieb ihm allerdings erspart. Nach der Grundausbildung in Landshut kam er 1916 zur Flieger–Ersatz-Abteilung nach Schleißheim. Als international geschätzter Maler verfügte Klee über genügend Geld, um sich abseits der Kaserne ein Privatquartier an der Dachauer Straße 17 zu leisten. In der Freizeit entstanden einige seiner bekannten Werke. Auch bereits 1910 war Klee nachweislich schon vor Ort. Davon zeugt eine Zeichnung vom Neuen Schloss Schleißheim. Klees Bilder sind nicht immer einfach und schnell zu verstehen. Er arbeitete oft mit Zeichen, die ein inneres Empfinden voraussetzen. Buchstaben stehen für Worte, Symbole für Begriffe und erfundene Bildzeichen für sinnbildliche Inhalte. Die Schiffe und Häfen dieser Jahre nehmen den Charakter von Bewegung und Schicksal an und deuten möglicherweise auf seinen Wohnort neben dem Schleißheimer Kanal hin. Vieles ist geheimnisvoll. Von Paul Klee ließen sich nicht nur Genies der internationalen Kunstszene anregen, auch große und kleine Künstler am Ort sind von seinen „pfiffigen“ Ideen begeistert – und eifern ihm nach.

Am Samstag, 15. Oktober, lädt der Kulturverein „Freunde von Schleißheim“ zu einem Lichtbildervortrag über Paul Klee ein. Er findet in der Flugwerft des Deutschen Museums in Oberschleißheim statt. Beginn: 14 Uhr. Vortrag und Eintritt sind frei.

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