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Aus der U-Bahn aufs Rad: In der Landeshauptstadt ist das bereits möglich. 

100 Stationen bis 2018

Per Leihrad durch den Landkreis

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Landkreis - Das Auto auch mal stehenlassen: Dafür soll es ab 2018 im Kreis rund 1000 Leihräder geben. Vorreiter ist unter anderem Garching.

Raus aus der U-Bahn und von dort mit einem geliehenen Rad zur Uni: Schnell, unkompliziert und umweltfreundlich. Möglich machen soll das ein Mietrad-Konzept im Landkreis. Dieses soll aber nicht nur im Landkreis den öffentlichen Nahverkehr ergänzen. Absteigen muss an der Grenze zur Stadt niemand. Das Konzept soll eng mit dem Angebot der Stadt München, „MVG Rad“, verzahnt werden. Ein gutes halbes Jahr, nachdem sich der Kreis-Mobilitätsausschuss mit der Idee eines Bike-Sharing-Systems auseinandergesetzt hat, gibt es nun konkrete Details. In Abstimmung mit den Gemeinden soll das Leihsystem ab Mitte 2017 Zug um Zug aufgebaut werden. Sämtliche Kommunen hätten inzwischen ihr Interesse an dem Leihrad-System bekundet, heißt es aus dem Landratsamt. Der Kreistag stimmte dem Konzept zu.

Den Startschuss sollen die Kommunen im Einzugsbereich der U6 geben: In Garching, Gräfelfing und Planegg gibt’s bereits weiterführende Gedanken zu den Leihrädern. Während die weiteren 26 Gemeinden und Städte noch über Standorte für die Räder nachdenken, dürften in Garching, Gräfelfing und Planegg ab Mitte 2017 die ersten Stationen aufgebaut werden. Als Standorte für Verleih und Rückgabe eignen sich Orte sogenannter klassischer „Punkt-zu-Punkt-Verkehrsbeziehungen“ wie Bahnhöfe, U-Bahnstationen, Hochschulen und Gewerbegebiete. Standorte, die viele Menschen aufsuchen und an denen sie vom Rad auf das nächste öffentliche Verkehrsmittel umsteigen können. Das Konzept sieht vor, zunächst dichter besiedelte Gebiete mit Leihrädern zu erschließen. In Frage kämen Unterschleißheim, Neuried, Haar, Neubiberg, Ottobrunn, Taufkirchen und Unterhaching. Doch dünner besiedelte Regionen sollen nicht vernachlässigt werden. Um solchen „Inselbildungen“ vorzubeugen, rät das Landratsamt, der Gruppe größerer Orte kleinere Gemeinden beizufügen. Mit Oberschleißheim etwa könnte ein „Mietrad“-Gebiet von München über Garching bis Unterschleißheim erschlossen werden.

In einem nächsten Schritt sind dann kleinere Gebiete an der Reihe. Grünwald und Pullach zum Beispiel. Im Norden des Landkreises würde diese Rolle Unterföhring zufallen. Über die Medienstadt wären die Nachbargemeinden Ismaning, Aschheim, Feldkirchen und Putzbrunn per Rad erreichbar. Zug um Zug soll so bis 2018 eine „schlüssige Gebietskulisse zur Einführung des Mietradsystems“ entstehen, heißt es aus dem Landratsamt.

Die Behörde geht von insgesamt etwa 100 Radstationen aus, die auf den Kreis verteilt werden. Eine Station, bestehend aus zehn Leihrädern, soll rund 40 000 Euro kosten. Jedes zusätzliche Rad kostet etwa 1200 Euro.

Der Kreis hofft auf Zuschüsse vom Bund. Beantragt hat der Kreis einen Bedarf von 4,5 Millionen Euro. Abzüglich einer halben Million für Öffentlichkeitsarbeit würde das Geld für 100 große Radstationen und somit 1000 Räder reichen. Bei einer Förderquote von 70 Prozent dürfte der Kreis mit 3,15 Millionen Euro rechnen. Den Gemeinden garantiert der Kreis, die Hälfte der Herstellungskosten für die Radstationen und der Fahrräder zu tragen. Zudem macht der Kreis den Kommunen die Mieträder schmackhaft, in dem er verspricht, fünf Jahre lang auch die Hälfte des Betriebskostendefizits zu übernehmen.

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