Entscheidung nach Schwan-Sondergipfel im Landratsamt - Behörde warnt Paddler: Halten Sie sich fern

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Zwischen Schnee- und Salzbergen wechselt Taufkirchens Bauhof-Mitarbeiter Peter Nestinger in den Wintermonaten. Personalmangel erschwert den Winterdienst in der Gemeinde. Foto: Jürgen Bollig

Personalmangel erschwert Winterdienst in Taufkirchen

Taufkirchen - Im Kulturausschuss berichtete Bürgermeister Jörg Pötke (ILT) jetzt über das gesamte Ausmaß der Überforderung, die der unterbesetzte Bauhof zu erdulden hat.

Vier Schneekugeln vor der Garageneinfahrt brachten kürzlich einen Taufkirchner Bürger auf die Barrikaden. Mit einem Beschwerdebrief richtete sich der Anwohner an die Gemeinde, um für einen gründlichen Winterdienst zu streiten.

Unverständlich erschien dem Rathauschef auf diesem Hintergrund die Beschwerde des Anwohners, der sich darüber im Klaren sein sollte, dass Taufkirchen einen Bauhof mit nur sieben Mitarbeitern betreibt. Im Vergleich dazu beschäftigt die Nachbargemeinde Unterhaching 40 Angestellte.

"Wenn wir jede Garageneinfahrt von Schnee befreien würden, bräuchten wir doppelt so viele Leute und doppelt so viel Zeit“, erklärte Pötke. Erst kürzlich sah sich die Gemeinde mit "einer katastrophalen Situation auf den Straßen“ konfrontiert. Er habe den Bauhof höchstpersönlich alarmiert, damit die spiegelglatten Fahr- und Gehwege bei Tauwetter passierbar gemacht werden können. Dabei machte er auch eine Regelung des Gemeinderats rückgängig, die das Streuen von Salz auf Nebenstraßen in Taufkirchen verbietet. "Glücklicherweise gab es auch einen Beschluss, der besagt, dass bei einer besonderen Wetterlage gestreut werden darf“, so Pötke.

Rosemarie Weber (SPD) berichtete von enormen Probleme auf den Gehwegen: "Das Eis ist dort teilweise so dick, dass man nicht weiß, wie man diese Schichten überqueren soll.“ Beatrice Brückmann (ILT) riet zu einer stärkeren Verwendung von Streusplit, das gerade den vereisten Boden trittfest macht. Angelika Steidle (CSU) appellierte an die Bürger, sich mit Split aus Baumärkten oder von Kieswerken zu versorgen. Bürgermeister Jörg Pötke kündigte an, mit Fachleuten über eine Ausweitung des Winterdiensts sowie eine sichere Streumethode zu sprechen.

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