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Keine Angst vor Farbe beweist der Garchinger Peter Heimann bei einigen seiner Arbeiten. Hier zeigt er das Werk „Bayerischer Löwe“. Das Bild ist Teil der Ausstellung in der Garchinger Bücherei.

Peter Heimann stellt aus

Garching - Eigentlich ist der Garchinger Peter Heimann (68) Physiker. Doch sein großes Hobby ist die Kunst. Warum das so ist, erklärt er so: „Die Malerei ist für mich der Gegenpol zum Naturwissenschaftlichen."

 In der Stadtbücherei Garching stellt er derzeit 33 Arbeiten unter dem Titel „Mit Stichel, Spachtel und Pinsel“ aus: davon 19 Acrylbilder und 14 Drucke, also Linolschnitte und Aquatinta-Radierungen. Zwei Themen bestimmen seine Werke: Drucke und Farbe. Auf den Aquatinta-Werken sind Landschaften, Menschen und Vögel zu sehen. Die Acryl-Bildern seien teils realistisch, aber auch abstrakt: „Ich wollte Farbkontraste herausarbeiten, um die Farben zum Leuchten zu bringen.“ Bis auf ein paar schwarz-weiße Radierungen sind alle Werke auch farbig. Peter Heimann hat als Kind schon gern gemalt und als Jugendlicher viel mit Bleistift und Kohle gezeichnet: „Das macht mir sehr viel Spaß und ist auch sehr meditativ“, sagt er. „Richtig angefangen“ hat er vor zehn Jahren und seit er in Rente ist, widmet er sich seinem Hobby noch intensiver. Ab und zu habe er Workshops besucht, „um neue Impulse zu bekommen“. Und er kennt sich bereits in einigen Techniken aus: Nach den Zeichnungen habe er zunächst viele Aquarelle gemalt – von denen einige 2012 in der Stadtbücherei Garching ausgestellt worden sind: „Davon wollte ich dann mehr abstrahieren“, sagt er. Zunächst habe er deshalb begonnen Collagen, später auch Linolschnitte zu machen. Warum er so viel Zeit der Kunst widme, ist für Peter Heimann klar: „Ich habe den Drang, zu malen. Die Kunst ist nichts, was ich mache, um Geld zu verdienen, das macht mir einfach Spaß“. Seit den 1990er-Jahren bietet die Stadtbücherei Raum für Ausstellungen von Künstlern aus Garching und Umgebung. Die Aussteller bewerben sich, mehrmals im Jahr finden dann auf dem „Marktplatz“ und im „Lesegarten“ Ausstellungen statt.

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