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Eingespieltes Team: (v.l.) Karin Meier, Angela Haas und Marianne Leibig stehen gerne auf der Bühne, ebenso wie die vierte Frau im Bunde, Gabi Ruhland (nicht im Bild).

Premiere beim Harthauser Dorftheater

Ein Pfarrer und die große Liebe

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Harthausen - Der katholische Pfarrer Walter Jost in Harthausen gibt seinen Beruf auf für seine große Liebe Shirley Bigler und heiratet sie. Was sich wie der Stoff für eine Skandalgeschichte anhört, ist Teil des neuen Stücks des Harthauser Dorftheaters.

 In Harthausen unterhalten die Laienspieler das Publikum seit über 30 Jahren von den Laienschauspielern mit immer neuen Stücken. Dieses Jahr mit dem „Alt-Weiber-Frühling“. Ein Stück in neun Bildern von Stefan Vögel. Nach einem Drehbuch des Erfolgsfilms „Die Herbstzeitlosen“ von Sabine Pochhammer & Bettina Oberli. Nach dem großen Erfolg im vergangenen Jahr mit einem Jugendstück aus den 1950er-Jahren sind nun wieder einmal die Urgesteine des Vereins am Zug – allen voran Marianne Leibig, die die verwitwete Lebensmittelhändlerin Martha verkörpert, dennsie spielt ihre Rolle nicht, sondern lebt sie. Neben ihr überzeugt vor allem Karin Meier als etwas begriffsstutzige Freundin von Martha. Aber auch Angela Haas und Melanie Schwer zeigen viel Spielfreude. Günter Okon ist nicht nur der Vorsitzende des Dorftheater-Vereins sondern übernimmt im Stück auch die Rolle des Bürgermeisters und Chefs der örtlichen Partei CSP. Und er war am Premiere-Abend der Überbringer einer 1200-Euro-Spende an die Klinikclowns, denn die Einnahmen des Abends gehen traditionell an eine karitative Organisation. Dieses Mal sind es die Klinikclowns, die in Krankenhäusern und inzwischen auch in Senioren-Einrichtungen kostenlos auftreten und ein bisschen Freude in den Alltag bringen wollen. Für die Spende erhielten er und Schatzmeister Peter Zötl von der Clownvertreterin Sonja Reichelt das Wahrzeichen der Clowns – eine rote Nase. Okon freute sich besonders, dass Reichelt als ausgebildete Schauspielerin eine „professionelle“ Kollegin ist. Am Premiere-Abend waren nicht nur viel lokale Politprominenz vertreten, sondern auch weitgereiste Gäste, sie kamen bis aus Finnland und Kanada. Sie alle konnten perfekte Technik gepaart mit viel Engagement erleben. Allein das Bühnenbild erforderte rund 700 Arbeitsstunden von Manfred Meier und seiner Mannschaft. Das überzeugte auch Gerd Schauerbeck, den Vorsitzenden des Seniorentreffs Grasbrunn. Er und seine Senioren sind seit vielen Jahren Ehrengäste bei der Premiere, und er fasste für alle seine Vereinsmitglieder zusammen: „Die waren so gut wie immer.“ Seine Ehefrau Hannelore ergänzte: „Die vier Weiber haben spitze harmoniert.“ Was für ein Kompliment für Marianne Leibig, Angela Haas, Karin Meier und Gabi Ruhland.

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