Pflegestation geht in Betrieb

- Einweihung der AWO-Einrichtung im Theodor-Heuss-Wohnpark

Putzbrunn (sti) - "Die Sonne scheint über Putzbrunn." Diese Aussage von Bürgermeister Josef Kellermeier (CSU) bezog sich nicht nur den strahlenden Sonnenschein, sondern auch auf die Tatsache, dass in Putzbrunn eine neue soziale Einrichtung unter Anwesenheit zahlreicher politischer Prominenz eingeweiht wurde: Die Arbeiterwohlfahrt (AWO) München hat die Pflegestation im Theodor-Heuss-Wohnpark für Betreutes Wohnen in Betrieb genommen.

Zahlreiche Ehrengäste aus Gemeinde, Kreis und Bezirk waren gekommen, um die offizielle Eröffnung gebührend zu feiern. Dazu gehörte natürlich auch Gottes Segen durch die Putzbrunner Geistlichkeit für die Bewohner der Pflegestation.

Ab sofort stehen 24 Pflegeplätze in 16 Einzel- und vier Zweibett-Zimmern zur Verfügung. Nach Worten des AWO-Geschäftsführers Jürgen Salzhuber sollen sie überwiegend durch Bürger aus Putzbrunn und dem Landkreis belegt werden. Die ersten sechs Bewohner haben ihr neues Zuhause, das dem neuesten Standard des Pflegebauheims und den fachlichen Richtlinien des Kuratoriums Deutsche Altershilfe entspricht, schon bezogen. In den nächsten 14 Tagen werden die restlichen Bewohner ihre Zimmer belegen, wie AWO-Pressesprecher Johannes Schaudt berichtet.

Jürgen Salzhuber zeigte sich froh und stolz, dass es in nicht gerade einfachen Zeiten gelungen ist, diese Pflegestation in Betrieb zu nehmen. Salzhuber räumte ein, "dass mit der Gemeinde Putzbrunn zäh über die Konditionen gerungen wurde", aber man mit dem Ergebnis zufrieden sein kann. Der AWO-Geschäftsführer betonte aber auch, dass die neue Einrichtung nur aufgrund der Kooperation mit dem Wilhelm-Hoegner-Haus in Neubiberg entstehen konnte.

Zehn Kräfte kümmern sich um 24 Bewohner

Damit geht die Arbeiterwohlfahrt in München neue Wege. Dies ist die erste Zusammenarbeit dieser Art zwischen zwei Häusern der Arbeiterwohlfahrt. Beide Häuser stehen unter der Leitung von Barbara Zeh-Schollmeyer. Die Verwaltung von Neubiberg und Putzbrunn erfolgt ebenfalls von einer Stelle aus, auch wenn in Putzbrunn eine Verwaltungsfachkraft ihren Arbeitsplatz hat. Zehn Pflegekräfte werden sich um die 24 Bewohner kümmern, die nach dem Konzept der AWO nicht abgeschottet leben sollen, sondern soweit wie möglich, in das Leben des Wohnparks integriert werden.

Alle Redner hoben die Bedeutung der Alten- und Pflegeeinrichtungen für die Zukunft hervor. In 20 Jahren werden 25 Prozent der deutschen Bevölkerung über 65 Jahre alt sein. Bezirksrat Hans Wehrberger forderte in seinem Grußwort, dass die Pflegeversicherung neu überdacht wird, damit die Versorgung alter Menschen in Zukunft gesichert ist: "Es darf nicht sein, dass die Leistungen den Einnahmen angepasst werden, wenn die Einnahmen ständig sinken."

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