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Photovoltaikanlage auf Kindergarten umstritten

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Sauerlach - Das Unternehmen "Sonnenstrom Oberland" möchte auf dem Dach des neuen Kindergartens an der Andreasstrasse eine Photovoltaikanlage errichten.

Die Nutzung des Dachs der Wertstoffhof-Halle zur Solarstrom-Erzeugung durch die Firma „Sonnenstrom Oberland Verwaltungs GmbH“ hat der Gemeinderat schon Ende September genehmigt. Jetzt möchte das Unternehmen auch auf dem 470 Quadratmeter große Süddach des Kindergartens an der Andreasstrasse Kollektoren anbringen. Rund die Hälfte des Süddachs will die Firma dafür nutzen.

Mehrere Gemeinderäte sahen sowohl in technischer als auch vertragsrechtlicher Hinsicht Probleme. Von den Kollektoren abrutschende und sich darunter stauende Schneemengen könnten zur Gefahr werden, so die Befürchtung. Gerade bei einem Kindergarten müsse aber Sicherheit Vorrang haben, fanden mehrere Ratsmitglieder.

Von CSU-Rätin Andrea Killer wurde die Frage aufgeworfen, ob bei Betrieb der Stromerzeugungsanlage für die Kinder gesundheitliche Beeinträchtigungen durch Elektrosmog zu befürchten sind. Dies wurde von Grünen-Sprecher Axel Horn und dessen Kollegen Wolfgang Büsch klar verneint. Beide haben auch keine Bedenken, was einen möglichen Schneestau auf dem Dach betrifft.

Voraussetzung für eine Nutzungsvereinbarung zwischen der Gemeinde und der „Sonnenstrom Oberland“ ist nach Meinung von Josef Bacher-Maurer (CSU), dass letzterer für sämtliche Kosten aufkommt, die für Um- und Einbauten am Kindergartengebäude zur Errichtung der Anlage notwendig sind. Dies schließe auch die Schadenshaftung mit ein.

Letztlich stimmten zwei Drittel der Ratsmitglieder dafür, dass die Verwaltung zunächst einen Vertragsentwurf als Grundlage für weitere Entscheidungen ausarbeitet.

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